Nassau

Zu Gast bei der AWO in Nassau: Auftakt des lebendigen Adventskalenders

Stimmungsvoll war der Auftakt für den Lebendigen Adventskalender in Nassau. Am ersten Abend der ökumenischen Aktion von evangelischer und katholischer Kirchengemeinde öffneten sich die Türen zum Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Nassauer Land in der Schlossstraße. Im heimeligen Ambiente der Begegnungsstätte „Kaffeekanne“ erwartete die Kalender-Besucher ein unterhaltsamer Reigen aus Wissenswertem und vorweihnachtlichem Besinnen.

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Im Nassauer AWO-Zentrum startete in diesem Jahr der Lebendige Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Nassau. Wissenswertes und Stimmungsvolles erwartet die Besucher jeden Abend um 17.30 Uhr.
Im Nassauer AWO-Zentrum startete in diesem Jahr der Lebendige Adventskalender der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Nassau. Wissenswertes und Stimmungsvolles erwartet die Besucher jeden Abend um 17.30 Uhr.
Foto: Dekanat Nassauer Land

„Eine Tür geht auf!“, klang es zu Beginn, begleitet von Pfarrer Matthias Metzmacher an der Gitarre. Endlich wieder, nachdem Corona die Aktion auf Eis gelegt hatte, wie Jutta Treis in ihrer Begrüßung erklärte. Bei allen Nöten und Schrecken, die der Krieg in der Ukraine ausgelöst habe, könne der Advent doch auch ein Licht der Hoffnung in die Welt bringen, erklärte sie. Unter anderem erzählte Treis die Geschichte einer armen alten Frau, die sich am Geschenk einer weißen Rose so sehr erfreute, dass sie alle Beschwernisse ihres Lebens vergaß. Treis verband dieses Gleichnis mit dem Wunsch, offen füreinander zu sein und miteinander zu teilen. Zudem erinnerte sie an die ökumenische Mahnwache in Bad Ems, die zeitgleich den Frieden anmahnte. Passend dazu das Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“.

Der Vorsitzende der Nassauer AWO, Herbert Baum, ließ die Aktivitäten der Arbeiterwohlfahrt seit ihrer Gründung in Nassau vor 33 Jahren Revue passieren. Im Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege arbeiten die AWO, Caritas und Diakonie zusammen, und auch vor Ort gibt es viel Gemeinsames zu tun, so Baum. Er begrüßte, dass die am Abend eingesammelte Spende dem Nassauer Jugendtreff zugutekommen soll, und kündigte an, dass bis Weihnachten noch eine Spendendose für den guten Zweck aufgestellt werde.

Das anschließende Beisammensein bot Gelegenheit zu manch persönlichem Gespräch, auch mit Pfarrerin Mariesophie Magnusson und dem Stadtbürgermeister und Landtagsabgeordneten Manuel Liguori. Beim Genuss des von der AWO kredenzten Abendimbiss' unterhielt Matthias Metzmacher noch einmal mit einem kurzweiligen Quiz, einem Advents-ABC. Dabei konnten sich die Anwesenden süße Küsschen und Kugeln aus Schokolade verdienen, indem sie etwa errieten, welche Printen im Advent am besten schmecken, wer das Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippen hier“ komponierte oder wie der Beamte hieß, der als Statthalter Roms die weltweit bekannteste Volkszählung zu Zeiten von Jesu Geburt umsetzte.

Eine Mini-Variante des Herrnhuter Sterns, dem Erkennungszeichen des Lebendigen Adventskalenders, überreichte Jutta Treis als kleinen Dank an Pompeo Liguori von der AWO-Begegnungsstätte als Gastgeber. Der Herrnhuter Stern führte in den beiden vergangenen Tagen außerdem zum Feuerwehrgerätehaus und der Freiwilligen Feuerwehr Nassau sowie am Mittwoch zum evangelischen Posaunenchor im Haus Beielstein. Weitere Stationen bis Sonntag folgen (siehe Kasten). red

Archivierter Artikel vom 30.11.2022, 06:15 Uhr

Weitere Türchen öffnen sich – Gottesdienst am Sonntag

Am Donnerstag, 1. Dezember, 17.30 Uhr, lädt der Lebendige Adventskalender zum Besuch des Jugendtreffs der Stadt im Günter-Leifheit-Kulturhaus (Obertal 9a) ein. Am Freitag, 2.

Dezember, öffnet sich eine Wohngruppe der Stiftung Scheuern in der Gerhard-Hauptmann-Straße 8. Und am Samstag, 3. Dezember, leuchtet der charakteristische Adventsstern auf der Hauptbühne des Nassauer Adventsmarktes. Am Sonntag werden nach einem Gottesdienst um 11 Uhr in der katholischen Kirche St. Bonifatius die während der Aktionswoche gesammelten Spenden an den Jugendtreff Nassau übergeben. red

Rhein-Lahn-Zeitung Bad Ems
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