Rhein-Lahn

Wohnungsnot im Kreis nimmt zu: So reagieren die Fachverbände

Immer mehr Menschen sind von Wohnungslosigkeit betroffen oder laufen Gefahr, Wohnraum zu verlieren. Um diesen Menschen in Wohnungsnot, bei Wohnungslosigkeit und den damit verbundenen Notlagen und Krisen Beratung und Unterstützung anbieten zu können, hat das rheinland-pfälzische Sozialministerium die Förderung von insgesamt fünf Fachberatungsstellen zur Wohnraumsicherung auf den Weg gebracht. Neben den Städten Kaiserslautern und Landau sowie den Landkreisen Mainz-Bingen und Birkenfeld gibt es ab sofort auch im Rhein-Lahn-Kreis zwei Anlaufstellen für Betroffene.

Kim Wagenbrenner und Daniel Seeliger bilden das Team der neuen Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung im Kreis.
Kim Wagenbrenner und Daniel Seeliger bilden das Team der neuen Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung im Kreis.
Foto: Caritas

Die erste Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung im Rhein-Lahn-Kreis ist ein Gemeinschaftsprojekt des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn und des Diakonischen Werkes Rhein-Lahn und ist in Diez und Lahnstein gleich an zwei Standorten zu finden. Dank der Kooperation kann so der gesamte Landkreis besser abgedeckt werden.

Kim Wagenbrenner (Diakonie) ist Ansprechpartnerin für die Verbandsgemeinden Diez, Aar-Einrich und Nastätten, während ihr Kollege Daniel Seeliger (Caritas) Hilfe- und Ratsuchenden aus den Verbandsgemeinden Bad-Ems-Nassau, Loreley sowie der Stadt Lahnstein zur Verfügung steht. „Unser Beratungsangebot ist kostenlos und richtet sich an alle von Wohnungslosigkeit bedrohten und betroffenen Menschen. Des Weiteren zielt das Hilfeangebot darauf ab, Betroffene zu unterstützen, die zum Beispiel in kommunalen Notunterkünften untergebracht sind oder in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben“, erklärt Daniel Seeliger.

„Das primäre Ziel der Fachberatungsstelle ist es, den Verlust von Wohnraum präventiv zu verhindern oder bei bereits eingetretener Wohnungslosigkeit diesen Menschen den Weg in ein sicheres und geschütztes Umfeld zu ermöglichen“, ergänzt Kim Wagenbrenner.

Die beiden unterstützen aber nicht nur die Betroffenen selbst, sondern sind auch Ansprechpartner für Behörden und Ämter, wenn diese mit Menschen in Wohnungsnot oder Obdachlosigkeit zu tun haben. Schwerpunkte der Beratungsarbeit sind insbesondere die Sicherung von Wohnraum durch die Kontaktaufnahme zu Vermietern und Leistungsbehörden, falls möglich die Vermittlung kurzfristiger Übernachtungsmöglichkeit in Notunterkünften und Herbergen, die Vermittlung und Hilfe bei der Beschaffung von Wohnraum, die Beratung und Begleitung bei der Inanspruchnahme kurzfristiger existenzsichernder Ansprüche, die Klärung von weitergehenden Ansprüchen aus der Sozialgesetzgebung und Unterstützung bei deren Durchsetzung und die Beratung bei persönlichen und sozialen Problemen sowie die Entwicklung möglicher Perspektiven.

Die zunächst für zwei Jahre befristete Förderung für die Fachberatungsstelle zur Wohnraumsicherung wird zu 75 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz sowie zu 25 Prozent vom Rhein-Lahn-Kreis getragen. Damit sind allerdings noch nicht sämtliche Kosten des neuen Angebots gedeckt. Der darüber hinausgehende Bedarf wird von der Caritas und der Diakonie durch Eigenmittel und über Spenden erbracht.

Weitere Informationen gibt es bei Kim Wagenbrenner, Diakonisches Werk Rhein-Lahn, Wilhelm-von-Nassau-Park 11, 65582 Diez, Telefon 0151/516.746 65, E-Mail kim.wagenbrenner@diakonie-rhein-lahn.de und Daniel Seeliger, Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, Gutenbergstraße 8, 56112 Lahnstein, Tel. 0170/180 68 17, E-Mail daniel.seeliger@cv-ww-rl.de