Archivierter Artikel vom 07.06.2022, 12:11 Uhr
Lahnstein

Vom Klassenzimmer in den Stadtwald: Lahnsteiner Schüler lernen den Wert natürlicher Ressourcen schätzen

Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Praxistag der Waldpädagogik mit forstlicher Ausrichtung. Das galt vor wenigen Wochen für die Schüler der Klasse 5 b des Johannes-Gymnasiums aus Lahnstein.

Sinnvolle Arbeit haben die Schüler der 5 b des Johannes-Gymnasiums im Wald geleistet. Und dass sie zufrieden und stolz auf sich sind, ist ihnen vom Gesicht abzulesen.
Sinnvolle Arbeit haben die Schüler der 5 b des Johannes-Gymnasiums im Wald geleistet. Und dass sie zufrieden und stolz auf sich sind, ist ihnen vom Gesicht abzulesen.
Foto: Antje Rosenbaum

Sie haben im Stadtwald Lahnstein an der Ruppertsklamm-Hütte Wuchshüllen, die zum Schutz gegen Verbiss- und Fegeschutz an Wildkirschen und Esskastanien angebracht waren, zurückgebaut.

Nach gut zehn Jahren brauchten die Bäume diesen Schutz nicht mehr, wird in einer Pressemitteilung erklärt. Vorbereitet auf diesen Praxistag wurden die Schüler durch den Waldpädagogen des Forstamtes Lahnstein, Willi Bausch-Weis. Zum Konzept des Forstamtes gehört es, dass alle auszuführenden Arbeiten nützlich sein und ihr Sinn für die Schüler nachvollziehbar sein muss. Der Wald sei ein idealer Lernort, um die Abhängigkeit des Menschen von natürlichen Ressourcen begreifbar zu machen.

Nach einem Fußmarsch an der Schutzhütte angekommen, erfolgte eine Einweisung zur sicheren Führung der Baumschere, Grund: Arbeitssicherheit und das Bewahren der Baumrinde. Am Wegrand wurden die Wuchshüllen mit den dazugehörigen Befestigungsstäben und Kabelbindern zum Entsorgen gelagert.

„Die Schüler konnten sich körperlich spüren und auspowern und haben etwas zusammen ausgeführt.“ Die Klassenlehrerin Antje Rosenbaum und Willi Bausch-Weis beschreiben die Zusammenarbeit unter den Schülern als äußerst positiv.

Alle seien mit viel Engagement und Spaß bei der Arbeit gewesen. „Für die Schüler war es ein Erlebnis, und sie haben erfahren: Wer sich mit einer Aufgabe identifiziert, erlebt, dass er etwas bewirken kann und einen aktiven Beitrag zum Erhalt des Ökosystems Wald beiträgt.“ Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „So waren am Ende die Schüler stolz auf ihre Leistung und freuen sich auf den nächsten Projekttag.“ red