Miehlen/Rhein-Lahn

Umgehung Marienfels: Letzter Bauabschnitt beginnt

Die Bauarbeiten für den dritten und letzten Abschnitt der Ortsumgehung Marienfels und Miehlen haben begonnen.

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Nach aktuellen Planungen kann der Bau der gesamten Strecke voraussichtlich Anfang 2023 abgeschlossen werden, wie die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt mitteilt. Mit der insgesamt 4,7 Kilometer langen Ortsumfahrung soll das Land die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Landesstraße L 335 verbessern. Zugleich werden die Anwohner der engen Ortsdurchfahrten in Marienfels und Miehlen entlastet. „Die Wohn- und Lebensqualität dort wird erheblich verbessert“, zeigt sich die Verkehrsministerin überzeugt.

Die Kosten der gesamten Ortsumgehung belaufen sich nach Angaben des Ministeriums auf rund 25,5 Millionen Euro. Das Großprojekt besteht aus insgesamt drei Bauabschnitten. Zwei wurden bereits fertiggestellt. Rund 8,7 Millionen Euro werden für den jetzt begonnenen dritten Bauabschnitt bei Miehlen bereitgestellt. Der jetzt anstehende 1,9 Kilometer lange Bauabschnitt beinhaltet die Herstellung der Umgehung im Bereich Miehlen.

Der Abschnitt beginnt im Bereich der alten Tongrube mit dem Anschluss Miehlen-Nord. Er endet mit dem geplanten Kreisel als Anschluss Miehlen-Süd im Bereich des Industriegebietes und der Anbindung an die alte L 335 in Richtung Nastätten sowie der K 50. Auch die querende L 323, die zwischen Miehlen und Ruppertshofen verläuft, wird im Zuge der Bauarbeiten an die neue Umgehungsstraße angebunden.

Erst Ende Juli wurde der ebenfalls 1,9 Kilometer lange zweite Bauabschnitt als Umgehung für Marienfels fertiggestellt. Bereits 2017/2018 wurde der erste, rund 900 Meter lange Bauabschnitt bei Marienfels mit der 200 Meter langen Ehrbachtalbrücke zur Überführung der K 74 sowie einer weiteren Wirtschaftswegeüberführung abgeschlossen.

Die westlich der Ortslagen Marienfels und Miehlen verlaufende neue Umgehung im Zuge der L 335 umfasst den Bau von insgesamt sechs Brückenbauwerken. Die beiden Ortslagen Marienfels und Miehlen erhalten jeweils zwei Verkehrsanbindungen an das klassifizierte Straßennetz. Darüber hinaus sind neben dem Straßenbau mit den erforderlichen Entwässerungseinrichtungen die Herstellung von Immissionsschutzwällen und -wänden sowie landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen.

Ministerin Daniela Schmitt dankt laut Pressemitteilung den Planern und Bauarbeitern, die unter Beachtung der Gesundheits- und Sicherheitsregularien die Baustellen im Land am Laufen halten und so „dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft eine gute Infrastruktur im Land vorfinden“. Die Federführung der Straßenbaumaßnahme liegt beim Landesbetrieb Mobilität Diez.