Archivierter Artikel vom 13.04.2017, 15:32 Uhr
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Lahnstein/Koblenz

Rheinquartier-Investor Neumann: Der Staat hat den Wohnungsbau sehr teuer gemacht

Bis vor wenigen Jahren hatte Dr. Thorsten Neumann wenig bis nichts mit Wohnungsbau zu tun: Als Geschäftsführer der Koblenzer Firma Mebedo sind Softwareanwendungen und Elektrotechnik eher „sein Ding“ – bis der 52-Jährige vor einigen Jahren auf das riesige und heruntergekommene ehemalige Güterbahnhofsgelände in Oberlahnstein stieß. Die Politik hatte sich an dem in Rheinnähe gelegenen Gelände über Jahrzehnte die Zähne ausgebissen, Altlasten und Artenschutz machten eine Entwicklung finanziell unmöglich. Neumann ließ sich davon nicht abschrecken und rief ein „Leuchtturmprojekt“ der Energiebranche ins Leben: Er kaufte der Bahn 13 Hektar des insgesamt 17 Hektar großen Geländes ab und entwickelte ein Wohngebiet nach modernsten energetischen Maßstäben. „Eines, wie es so in dieser Art und Größe in Deutschland noch nicht zu finden ist“, wie er nach zwei Jahren harter Arbeit noch immer überzeugt ist. Auf einer ähnlich großen Fläche wie der Koblenzer Fritsch-Kaserne entsteht ein Wohngebiet für 750 bis 1000 neue Bewohner. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten beginnen nach Ostern die ersten Teerarbeiten im Rheinquartier. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Neumann über die Wohnungsnot in seiner Heimatstadt Koblenz und Erfahrungen in Sachen Wohnungsbau.

Von Tobias Lui Lesezeit: 5 Minuten