Archivierter Artikel vom 07.04.2022, 16:05 Uhr
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Mit Verdienstorden des Landes und Ehrenbürgerschaft der Stadt gewürdigt

Günter Leifheit wurde am 13. Dezember 1920 in Wetter an der Ruhr geboren. Er starb am 2. Juli 2009 und fand seine Ruhe auf dem Friedhof in Nassau. Zunächst war Günter Leifheit seit 1948 beim heute vor allem für seine Backformen bekannten Unternehmen Kaiser tätig, das 1954 seinen Sitz von Witten nach Nassau verlegte. 1959 verkauften seine damalige Frau Ingeborg, geborene Kaiser, und Günter Leifheit ihre Anteile an der Firma und gründeten ebenfalls in Nassau ihr eigenes Unternehmen, die Günter Leifheit KG. Die Eheleute zogen sich 1974 aus dem Geschäftsleben zurück. Sie verkauften die Firma, die seit 1984 Aktiengesellschaft ist und heute mehr als 1000 Menschen überwiegend in Tschechien, Deutschland und Frankreich beschäftigt. Das Unternehmerpaar verlegte seinen Lebensmittelpunkt in die Schweiz, doch Günter Leifheit blieb Nassau und seinen Bürgern stets eng verbunden, was in vielen Besuchen seiner alten Heimat und großzügigen Spenden seinen Ausdruck fand. Im Jahr 1991 verlieh die Stadt Nassau Günter Leifheit die Ehrenbürgerwürde für seine Verdienste als Unternehmer. 2006 erhielt er mit dem Verdienstorden die höchste Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz. Der 1999 verstorbenen Ingeborg Leifheit wurde die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nassau im Jahr 2011 posthum zuteil. Im Jahr 2000 heiratete Günter Leifheit die aus Nassau stammende Ilse Melbert (geb. Schadeck). Zu Lebzeiten hat der Ehrenbürger eine Fülle großer und kleiner kommunaler Projekte maßgeblich finanziell unterstützt, die wesentlich zur Entwicklung der Stadt Nassau beigetragen haben. Über seinen Tod hinaus wirkt er als Stifter, wobei ein Schwerpunkt auf Nassau und Umgebung liegt. Bereits 2006 gründete er unter Mitwirkung seiner Frau Ilse die G. u. I. Leifheit Stiftung, in der seine Witwe den Vorsitz führt. Der Stiftungszweck umfasst insbesondere Maßnahmen für ältere Menschen, Bildung und Kultur. Die Gründung des privaten Gymnasiums Leifheit-Campus in Nassau und die Finanzierung einer Stiftungsprofessur für Geriatrie an der Universitätsklinik in Mainz gehören zu den größten Projekten der Stiftung.

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