Archivierter Artikel vom 09.08.2021, 11:00 Uhr
Bad Ems

Kriterien erfüllt: Bad Ems bleibt Fair-Trade-Stadt

Die Stadt Bad Ems erfüllt weiterhin die fünf Kriterien der Fair-Trade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fair-Trade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig 2017 durch den Verein TransFair verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Foto: dpa/Symbolfoto

Stadtbürgermeister Oliver Krügel freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Bad Ems“, sagt er.

Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiteten eng für das gemeinsame Ziel zusammen. „Ich bin stolz, dass Bad Ems dem internationalen Netzwerk der Fair-Trade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Im März 2017 erhielt die Stadt Bad Ems von dem gemeinnützigen Verein TransFair die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste:

  • Der Stadtrat hat die Beteiligung an der Kampagne „Fair-Trade-Towns“ beschlossen; im Büro des Bürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, für Präsente an Jubilare werden fair gehandelte Waren verwendet.
  • Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten.
  • Einzelhändler und Gastronomen bieten fair gehandelte Produkte an.
  • Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und Vereine leisten Informations- und Bildungsarbeit.
  • Die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement ist vielfältig: In Bad Ems sind der Einkaufsführer „Bad Ems kauft fair“, die Homepage www.fairtrade-badems.de und eine lebendige Zusammenarbeit der Stadt mit der als Fair-Trade-School ausgezeichneten Realschule plus Bad Ems Nassau nur einige Beispiele. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagt der Leiter der Steuerungsgruppe, Erster Beigeordneter Frank Ackermann.

„Geplant ist, die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Arbeit zur Werbung weiterer Unterstützer aus dem Bereich Einzelhandel und Gastronomie baldmöglichst wieder aufzunehmen.“ In Deutschland gibt es mehr als 700 Fair-Trade-Towns. Das globale Netzwerk umfasst mehr als 2000 Fair-Trade-Towns in insgesamt 36 Ländern.