Archivierter Artikel vom 26.05.2022, 17:02 Uhr
Lahnstein

Feierliche Urkundenübergabe: Fairtrade-Stadt Lahnstein wird zehn Jahre alt

Seit zehn Jahren darf die Stadt Lahnstein den Titel „Fairtrade Town“ tragen. Bei einem Festakt in der Stadthalle wurde Oberbürgermeister Lennart Siefert feierlich die Urkunde für „10 Jahre aktiv als Fairtrade-Stadt“ durch Heinz Fuchs von Fair Trade Deutschland verliehen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Heinz Fuchs von Fair Trade Deutschland verleiht Oberbürgermeister Lennart Siefert (rechts) und Bürgermeister Adalbert Dornbusch (links) die Urkunde für „10 Jahre aktiv als Fairtrade-Stadt“.
Heinz Fuchs von Fair Trade Deutschland verleiht Oberbürgermeister Lennart Siefert (rechts) und Bürgermeister Adalbert Dornbusch (links) die Urkunde für „10 Jahre aktiv als Fairtrade-Stadt“.
Foto: Stadtverwaltung Lahnstein

„Es waren erfüllte Jahre mit vielen Ereignissen und Aktivitäten für den fairen Handel, und wir sind stolz, dass Lahnstein weiterhin dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört“, so der Oberbürgermeister.

Erik Dolch vom Netzwerk ELAN (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz) und Hans Rothenbücher, der zusammen mit dem Team vom Eine-Welt-Laden einen wichtigen Anteil am Erfolg der Fairtrade-Stadt hat, würdigten ebenfalls Lahnsteins Einsatz für den fairen Handel.

Ein Kinderspiel der Lahnsteiner fairen Kindertagesstätte „Kleine Arche“ sowie ein Konzert des Musikensembles der Realschule plus Lahnstein untermalten die Feier musikalisch. Bürgermeister Adalbert Dornbusch verbindet hauptsächlich eine Hoffnung mit der Jubiläumsveranstaltung: „Sie soll den Gedanken, von dem wir hier alle überzeugt sind, hinaustragen in alle Gruppierungen unserer Stadt.“

Die erste Auszeichnungsfeier stieg am 20. Mai 2012 im Rahmen von Lahneck Live. In den Monaten zuvor hatte sich die Steuerungsgruppe „Fairtrade Lahnstein“ kräftig ins Zeug gelegt. Der Oberbürgermeister und der Rat hielten die Unterstützung des fairen Handels in einem Beschluss fest. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.

Damit ist das Engagement der Stadt Lahnstein nicht beendet: „Wir sind froh, dass sich so viele Geschäfte, Betriebe, Schulen und Gastronomie diesem Projekt anschließen und sich bereit erklären, Produkte zu verwenden, die zu fairen Bedingungen hergestellt und zu fairen Preisen gehandelt werden. Denn das ist unser Beitrag zu einer modernen und gerechten Entwicklungshilfe“, so Dornbusch.

Lahnsteiner Schulen, Kindergärten und die Kreis-VHS sammelten schon mehrfach bei Benefizveranstaltungen Spendengelder für Kinderprojekte in Burkina Faso und Indien. Im Kinderkunstprojekt wurden die Flüchtlingskrise sowie die Eine-Welt-Thematik pädagogisch und künstlerisch aufgearbeitet. Die Stadt stellte 2016 auf Recyclingpapier um. Diese und viele weitere Projekte zeigten die Einsatzbereitschaft bei der „Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit“. red