Lahnstein

Diamantenes Priesterjubiläum: Pfarrer i. R. Winfried Didinger feiert besonderen Gottesdienst

Sein Diamantenes Priesterjubiläum (60 Jahre) feierte Pfarrer i. R. Winfried Didinger gemeinsam mit Pfarrer i. R. Albert Dexelmann kürzlich in der St. Martinskirche bei einem gemeinsam gestalteten Gottesdienst.

Pfarrer Winfried Didinger war 60 Jahre lang Seelsorger.
Pfarrer Winfried Didinger war 60 Jahre lang Seelsorger.
Foto: Stadtarchiv

Winfried Didinger, am 7. Januar 1936 in Osterspai geboren, war Mitglied einer „sehr verschworenen Nachkriegsklasse am Lahnsteiner Neusprachlichen Gymnasium“, so schildert sein Freund Dexelmann Didingers Vita. Er studierte in Frankfurt/Sankt Georgen und München Philosophie und Theologie.

1961 wurde er in Limburg zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle war in dem Weinort Hochheim. Von dort ging es nach Dillenburg, wo er den ökumenischen Zusammenhalt pflegte. In der Frankfurter Allerheiligengemeinde war Didinger dann auch für eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich. Mädchen bezog er ein in den Altardienst als Messdienerinnen. „Eher still als burschikos brachte er verlässlich und schlicht beseelende Spuren ein in das Gemeindeleben, die auch heute weiterwirken, nachdem die Pfarrei mit anderen fusionierte“, so Dexelmann.

Didingers erste Pfarrstelle war im Wetzlarer Industrieviertel Niedergirmes. Auch dort baute er vom lebendigen Gottesdienst her die Gemeinde auf. Die Liebe zur Heiligen Schrift und zum Gottesdienst konnte er weitergeben. Auch für die Neugestaltung der Kirche konnte er inspirierende künstlerische Impulse mit einbeziehen. 1983 kam er als Pfarrer nach Lahnstein, wo er bis zu seinem Ruhestand 2004 in der Pfarrei St. Martin wirkte. Von Oktober 1983 bis November 1992 war er stellvertretender Dekan und von 1998 bis 2004 Dekan im Dekanat Lahnstein. Von 1992 bis 1997 war er zudem Bezirksdekan.

Didinger pflegte in seiner Amtszeit stets den Zusammenhalt der verschiedenen Gruppen. In seinem evangelischen Amtsbruder Horst Bleek traf er in Lahnstein einen Klassenkameraden wieder, mit dem er einen regen Austausch pflegte. Am wichtigsten war für Didinger stets die Seelsorge an Einzelnen und an Gruppen der Gemeinde. Unter anderem in Gesprächskreisen und in biblischen Wanderkreisen. Auch für die Krankenseelsorge nahm er sich wöchentlich viel Zeit. So hat er das christliche Leben am Rhein-Lahn-Eck nachhaltig beeinflusst in der seelischen Begleitung vieler Zeitgenossen.

In all den Jahren hatte seine Schwester Irmgard sehr engagiert für ihn im Haushalt gesorgt. Seinen bisherigen Ruhestand verbrachte Winfried Didinger mit ihr in Geisenheim im Rheingau, wo er immer wieder angesprochen wurde für Aushilfen im Gottesdienst. Am Nikolaustag 2006 übernahm er bis 2007 die Verwaltung der Pfarreien in Eltville, Eltville-Hattenheim, Eltville-Erbach und Kiedrich.

Während ihrer Krankheit pflegte er seine Schwester, bis sie im vorletzten Jahr starb. Danach kehrte er nach Lahnstein zurück und lebt heute am Rand der Pro-Seniore-Residenz. Er ist froh, viele Freunde aus seiner Lahnsteiner Zeit hier wiederzutreffen. Viele von ihnen gratulierten ihm zum Diamantenen Priesterjubiläum, das er gemeinsam mit Pfarrer i. R. Albert Dexelmann feierte. kr

Die beiden Jubilare haben eine Dialogpredigt gehalten, deren Video unter www.pfarrei-stmartin.de/beitrag/allen-grund-zum-danken-und-feiern zu sehen ist.