Archivierter Artikel vom 22.07.2019, 08:54 Uhr
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Lahnstein

Debüt bei den Burgspielen Lahnstein: Rolle der Büßerin verlangt Mut zur Verwandlung

Sie ist nur ein Schatten ihrer selbst, erbärmlich gekleidet in schmutzige Gewänder, barfuß mit rußgeschwärztem Gesicht und angekettet an die Pforte von Notre Dame – eigentlich die Johanniskirche in Lahnstein. Die Büßerin, die ihr klägliches Dasein zu Füßen der Kathedrale als selbst gewähltes Schicksal erträgt und erduldet, weil sie einmal Schuld auf sich geladen hat. Nur ganz kurz tritt sie in Erscheinung, als die diesjährigen Lahnsteiner Burgspiele beginnen. Sie scheint zunächst nur eine Statistin zu sein im Stück „Der Glöckner von Notre Dame“, das Friedhelm Hahn, Intendant der Städtischen Bühne Lahnstein, inszeniert hat. Als sie, die Büßerin, aber ihren großen Auftritt hat, begeistert sie das Publikum völlig. Anni Heiligendorff, eine junge – und sehr schöne – Lahnsteinerin, verbirgt sich unter dem lumpigen Gewand.

Von Karin Kring Lesezeit: 3 Minuten