Lahnstein

Bundeswehrhilfe: Soldaten unterstützen fünf Pflegeeinrichtungen im Rhein-Lahn-Kreis

Wer derzeit einem Bewohner im Caritas-Altenzentrum St. Martin in Lahnstein einen Besuch abstatten möchte, der trifft im Foyer zunächst auf Thomas Lauser und Niklas Seemann. Wie der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn in einer Pressemitteilung schreibt, gehören die beiden Soldaten zum Bataillon Elektronische Kampfführung (ElokaBtl) 931 der Bundeswehr und haben ihren Arbeitsplatz eigentlich in der Heinrich-Hertz-Kaserne in Daun im Landkreis Vulkaneifel.

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Nach umfangreicher Sanierung erstrahlt das Caritas-Altenzentrum St. Martin in neuem Glanz.
Nach umfangreicher Sanierung erstrahlt das Caritas-Altenzentrum St. Martin in neuem Glanz.
Foto: Caritas

Seit Mitte Januar nun unterstützen sie das Team im Altenzentrum St. Martin bei den Corona-Testungen. Damit sind Stabsfeldwebel Lauser und Hauptgefreiter Seemann zwei von insgesamt 24 Soldaten, die aktuell in fünf verschiedenen Pflegeeinrichtungen im Rhein-Lahn-Kreis im Einsatz sind. Eine weitere Caritas-Einrichtung, in der ein Soldat tätig ist, ist neben dem Altenzentrum in Lahnstein das Edith-Stein-Haus (Wohnheim für Menschen mit Behinderung) in St. Goarshausen.

„Die Soldaten wurden für die Einsätze angefragt und haben sich freiwillig gemeldet“, erklärt Oberstleutnant Christoph Caspari. Als Leiter des Kreisverbindungskommandos (KVK) Rhein-Lahn-Kreis koordiniert er die Einsätze der Soldaten im Kreis und fungiert vonseiten der Bundeswehr als Ansprechpartner für die beteiligten Pflegeeinrichtungen, aber natürlich auch für die Kreisverwaltung, die die Amtshilfe für die Einrichtungen beantragt hatte.

„Der Einsatz der Bundeswehrsoldaten geht zunächst bis 2. März. Über Anträge auf Verlängerung der Amtshilfe muss im Einzelfall entschieden werden“, so Caspari. Geht es nach Gertrud Schwickert, hofft sie auf die Bundeswehrkräfte auch über den 2. März hinaus. „Wir sind sehr froh über die Unterstützung. Die Hilfe der Bundeswehr ist für uns ein Segen“, betont die Leiterin des Caritas-Altenzentrums St. Martin.

Gleichzeitig lobt Schwickert die Kreisverwaltung wie auch die Bundeswehr für eine unbürokratische und schnelle Hilfe. „Die Unterstützung war dringend notwendig“, sagt die Einrichtungsleiterin und verweist auf die extrem hohe Belastung, der das Pflegepersonal in der Corona-Krise ausgesetzt ist. „Unter anderem können wir derzeit den Angehörigen für die Besuche unserer Bewohner ein relativ großzügiges Zeitfenster anbieten. Dies wäre ohne die Hilfe der beiden Bundeswehrsoldaten einfach nicht möglich“, berichtet Getrud Schwickert.

Leiterin Gertrud Schwickert (links) freut sich über die Hilfe der Bundeswehrsoldaten im Caritas-Altenzentrum St. Martin: Seit Mitte Januar unterstützen Thomas Lauser (2. von links) und Niklas Seemann (2. von rechts) das Team der Lahnsteiner Einrichtung.
Leiterin Gertrud Schwickert (links) freut sich über die Hilfe der Bundeswehrsoldaten im Caritas-Altenzentrum St. Martin: Seit Mitte Januar unterstützen Thomas Lauser (2. von links) und Niklas Seemann (2. von rechts) das Team der Lahnsteiner Einrichtung.
Foto: Caritas

Dass die Besucher ihrer Einrichtung im Moment von uniformierten Soldaten begrüßt werden, sieht sie keinesfalls als problematisch an. Ganz im Gegenteil: „Bisher gab es ausschließlich positive Rückmeldungen“, betont Schwickert. Auch beim Team seien die beiden Soldaten bestens aufgenommen worden, „und auch die Bewohner freuen sich immer, wenn sie mit den beiden einen kleinen Plausch über die Bundeswehr halten könnten“, erzählt Gertrud Schwickert aus dem Einrichtungsalltag.

Stabsfeldwebel Thomas Lauser und Hauptgefreiter Niklas Seemann fühlen sich ebenfalls wohl im Altenzentrum St. Martin. „Wir wurden hier toll aufgenommen und die Aufgabe macht Spaß“, berichten die beiden Soldaten, denen vor allem „der Umgang mit den Menschen“ sehr wichtig ist. Dem Einsatz in Lahnstein war eine entsprechende Schulung vorausgegangen, bei der ihnen die korrekte Durchführung der Corona-Schnelltests nähergebracht wurde.

Mittlerweile, so teilt der Caritasverband weiter mit, haben beide dabei längst Routine, immerhin führen sie in Lahnstein pro Woche zwischen 250 und 300 Schnelltests durch. Verantwortlich sind Lauser und Seemann für die Testungen der Besucher wie auch der Mitarbeitenden. Die regelmäßigen Schnelltests der Bewohnerinnen und Bewohner auf den Stationen werden vom Pflegepersonal durchgeführt. „Hier unterstützen wir das Team“, so die beiden Soldaten.