Archivierter Artikel vom 08.02.2019, 17:24 Uhr
Braubach

Bürgerinitiative ist sicher: Zebrastreifen bringt mehr Sicherheit für Kinder

Ein paar weiße Streifen auf der Fahrbahn könnten die Sicherheit der Braubacher Kinder auf ganz einfache Weise erhöhen. Das meint zumindest die Bürgerinitiative (BI) „Braubach Lebenswerter“, die sich seit Ende des vorigen Jahres für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges in der Friedrichsstraße auf Höhe der VG-Verwaltung engagiert. „Es handelt sich hier um einen Schulweg“, meint der Vorsitzende Helmut Veit. Jetzt war der Überweg auch Thema im VG-Rat Loreley.

Von Karin Kring
Ein Zebrastreifen vor dem Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße könnte hier mehr Sicherheit bringen, meint die BI „Braubach lebenswerter“. Das Thema wurde jetzt im VG-Rat Loreley angesprochen.  Foto: Karin Kring
Ein Zebrastreifen vor dem Verwaltungsgebäude in der Friedrichstraße könnte hier mehr Sicherheit bringen, meint die BI „Braubach lebenswerter“. Das Thema wurde jetzt im VG-Rat Loreley angesprochen.
Foto: Karin Kring

Viele Braubacher Kinder, unter anderem aus der Altstadt, nutzen die verkehrsberuhigte Schulstraße und überqueren dann die Friedrichsstraße, um zur Bahnhofsunterführung zu gelangen und von dort zur Marksburgschule, so die Argumente. Auch der Kindergarten Biberbau ist dort angesiedelt. „Gerade jetzt im Zuge des Ausbaus der Koppelsteinbrücke und des dadurch erhöhten Verkehrs halten wir einen Zebrastreifen an dieser Stelle für wichtig“, argumentiert Veit. „Aber auch darüber hinaus. Denn man könnte einen festen Schulweg einrichten.“ Die BI habe ihr Anliegen dem Stadtbürgermeister vorgetragen, ebenso dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der in einem Schreiben mitteilte, dass, wenn die örtlichen Gremien so entscheiden, dem nichts im Wege stehe.

Unterstützung erhält die Initiative indes vom SPD-Stadtverband Braubach, der sich mit der BI zu einer Ortsbegehung traf und in der nächsten Braubacher Stadtratssitzung einen Antrag einbringen will. Das wurde in der Diskussion zum Sachstand der Thematik, die SPD-Ratsmitglied Mike Weiland angesprochen hatte, in der VG-Ratssitzung deutlich.

Die VG-Verwaltung selbst teilte mit, wenn hier ein Zebrastreifen eingerichtet werde, dann müsse er auch entsprechend gesichert und beleuchtet werden, was mit Kosten für die Stadt Braubach verbunden sei. Da sich die Verkehrssituation durch die neue Einbahnregelung im Rahmen der Baustelle Koppelsteinbrücke bereits deutlich entschärft habe, wurde vorgeschlagen, erst einmal sogenannte „gelbe Füße“ aufzumalen, um damit Kindern und Fußgängern zu signalisieren, an welcher Stelle die Friedrichstraße am besten zu überqueren ist. Autofahrer zu erhöhter Vorsicht zu mahnen, dazu dürften die „gelben Füße“, die, sofern es die Witterung in den nächsten Tagen zulässt, angebracht werden sollen, nicht geeignet sein. Denn sie werden lediglich auf den Bürgersteigen aufgemalt, wie die Verwaltung mitteilte.

Braubachs Stadtbürgermeister Joachim Müller erklärte auf Nachfrage, dass das Thema auch mit Schule und Elternvertretern eingehend diskutiert worden sei. Um einen neuen Fußgängerüberweg zu begründen, müsse ja auch eine entsprechende Gefahr vorhanden sein. Die sieht er nicht gegeben. Zum einen, weil durch die Umleitung die aktuelle Verkehrssituation bereits entschärft worden sei. Außerdem habe die Stadt eine Verkehrszählung durchgeführt: An einem Werktag zwischen 13 und 13.30 Uhr hätten nur rund 14 Kinder diesen Weg von der Schule nach Hause genutzt – allesamt begleitet von einem Erwachsenen. Im gleichen Zeitraum wurden 20 Kraftfahrzeuge gezählt.

Die BI möchte ihr Ansinnen dennoch weiter verfolgen. „Mir ist es unverständlich, wie man sich gegen diese Idee wehren kann“, meint Helmut Veit, der sich den Zebrastreifen als feste Einrichtung wünscht, „schließlich geht es hier um die Sicherheit unserer Kinder“.

Von unserer Redakteurin
Karin Kring

Bürgerinitiative trifft sich

Zu ihrem Jahrestreffen kommt die Bürgerinitiative „Braubach lebenswerter“ am Dienstag, 19. Februar, um 19 Uhr im Rathaussaal der Stadt Braubach zusammen. Interessierte Bürger sind willkommen.

kr
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