Lahnstein/Braubach

Arbeiten an der Kläranlage Lahnstein/Braubach: Ertüchtigung liegt im Zeitplan

Die Arbeiten an der Lahnsteiner Kläranlage gehen voran. Dass es sich dabei um ein Großprojekt handelt, wird aus einer jüngst veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt Lahnstein deutlich.

Seit etwa einem halben Jahr laufen die Arbeiten an der Kläranlage in Lahnstein – und sie werden auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Seit etwa einem halben Jahr laufen die Arbeiten an der Kläranlage in Lahnstein – und sie werden auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Foto: Tobias Lui

Rückblick: Die Gremien der Stadt Lahnstein und der Verbandsgemeindewerke Loreley haben bereits im Juli des vergangenen Jahres die Auftragsvergaben für die Ertüchtigung der Biologischen Reinigungsstufe der Kläranlage Lahnstein/Braubach beschlossen. Im August 2020 begannen daraufhin die Bauarbeiten – und auch dieses Ergebnis war von Corona überschattet. Denn der sonst bei einem solch großen Projekt übliche offizielle Spatenstich musste leider aufgrund der Einschränkungen ausfallen.

Auch wenn immer wieder über den Baufortschritt berichtet wurde, wollten Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, sich ein Bild an Ort und Stelle machen und haben kürzlich gemeinsam die Baustelle besichtigt.

Bei reger Bautätigkeit konnten beide sich davon überzeugen, dass sich das Projekt trotz möglicher Auswirkungen des Bahnunfalls auf das Grundwasser und auch wegen des diesjährigen Hochwassers weiterhin sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen bewegt.

Konkretes Ziel der Ertüchtigung ist es, mit Hilfe einer neuen Verfahrenstechnik, der sogenannten Kaskadendenitrifikation, und der Erneuerung der Belüftungstechnik die biologische Abwasserreinigung zu verbessern. Durch die Umstellung werden nicht nur die Abwasserreinigungswerte verbessert, sondern es erfolgt auch eine deutliche Reduzierung des Energiebedarfs. Zusätzlich wird die Mess-, Steuer- und Regeltechnik erneuert und ein Prozessleitsystem aufgebaut.

Der Umbau ist mit einem Kostenvolumen von rund 6,3 Millionen Euro geplant und soll im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden. Die Maßnahme wird vonseiten des Landes Rheinland-Pfalz mit einem Betrag in Höhe von 2.383.100 Euro gefördert, wovon 1.556.500 Euro als zinsloses Darlehen vorgesehen sind. Zusätzlich erfolgt eine Förderung durch den Bund aufgrund der vorgesehenen Energieeinsparungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative in einer Gesamthöhe von 525.240 Euro.

Sollte die Pandemiesituation es zulassen, so soll im Sommer dieses Jahres mit den Werkausschüssen der beiden Kommunen eine Ortsbesichtigung zu deren Information durchgeführt werden, wie es auch bei anderen größeren Baumaßnahmen bisher guter Brauch war.