Archivierter Artikel vom 16.07.2021, 18:48 Uhr

Wie gut es uns tut, etwas Gutes zu tun: Philipp Lauer über die große Hilfsbereitschaft

Unabhängig voneinander haben in den vergangenen Tagen an vielen Orten im gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus Menschen ohne langes Zögern alles stehen und liegen gelassen, um ihren Mitmenschen zu helfen, die durch die Flutkatastrophe so viel verloren haben.

Philipp Lauer
Philipp Lauer
Foto: Werner Dupuis
Als erstes rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der verschiedenen Rettungsdienste aus – aber auch die Hilfsbereitschaft aus der breiten Bevölkerung ohne Blaulicht ließ nicht lange auf sich warten. Ganze Lkw-Ladungen kamen zusammen und füllten bereits bis zum Freitagmittag die Hallen der großen Sammelstellen mit dem, was so vielen Menschen jetzt fehlt. Diese Solidarität beeindruckt.

Einer unserer Gesprächspartner hat es so ausgedrückt, dass ihn die große Hilfsbereitschaft besonders freut, weil er zuletzt häufiger an der Solidarität seiner Mitmenschen zweifelte. Das konnte ich ganz gut nachvollziehen. Es stimmt, die aktuelle Solidarität mit den Menschen, die in so nächster Nähe unsere Hilfe brauchen, ist vorbildlich und dankenswert. Und es scheint ganz offensichtlich vielen Menschen auch sehr gut zu tun, das Gefühl, etwas Gutes zu tun.

Ich bin überzeugt, dass die Bereitschaft und der Drang danach in den meisten von uns steckt – viele diesem nur nicht nachgeben, weil sie vergessen haben, wie gut sich Helfen anfühlt. Ich hoffe, dass sich dieser Blick dafür, wer unsere Unterstützung braucht, nicht so schnell wieder eintrübt. Denn zum einen werden auch in den kommenden Wochen nach der Flutkatastrophe viele anpackende Hände gebraucht. Zum anderen gibt es jeden Tag Menschen, die unseren Beistand gut gebrauchen können, in der Nähe und in der Ferne.