Archivierter Artikel vom 20.10.2017, 21:39 Uhr
St. Goar

Weinbergshäuschen in St. Goar war einst eine Trafostation

Oberhalb der zurzeit goldgelben Weinberge im St. Goarer Gründelbachtal steht in einer Brachfläche ein merkwürdiges Fachwerkhäuschen.

Foto: Werner Dupuis

Dabei handelt es sich bestimmt um ein Gebäude aus Zeiten, als hier noch Trauben angebaut wurden, um den Winzern Schutz zu bieten, mutmaßt der ortsunkundige Passant. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Richtig ist, dass es Menschen, die hier arbeiten oder vielleicht auch nur den Blick auf die gegenüber liegende Burgruine Rheinfels genießen wollen, Schutz vor Sonne und Regen bieten kann. Ursprünglich stand das romantische Häuschen nicht in der Gründelbach, sondern oberhalb vom Wackenberg in St. Goar. Es diente dem früheren Stromversorger Rhein-Nahe-Kraftversorgung (RNK) als Trafohäuschen. Irgendwann hatte es aber keinen Nutzen mehr. Ein Mitarbeiter des RNK-Nachfolgers RWE erwarb es und baute das Fachwerk in der Gründelbach wieder auf. Foto: Werner Dupuis