Rhein-Hunsrück

Volksbank und Caritas ziehen positive Wunschbaum-Bilanz: 107 Herzenswünsche wurden erfüllt

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Setzen sich für Menschen in Not ein (von links): Patrick Miljes (Vorstandsvorsitzender der Volksbank), Andreas Esch (Caritas), Julia Schmitt (Voba, Marketing), Ilona Besha (Caritas) und Odo Steinmann (Vorstandsmitglied der Voba). Foto: Birte Habicht/Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück

Zum zehnten Mal warb vor Weihnachten ein virtueller Wunschbaum auf der Internetseite der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück um Spenden für Weihnachtsgeschenke an Menschen in Not, darunter viele Kinder und Jugendliche. Zum Jubiläum war die Resonanz auf den jährlichen Spendenaufruf der Volksbank und des örtlichen Caritasverbandes stärker denn je.

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In nur einem Monat erfüllten hilfsbereite Mitmenschen alle 107 Herzenswünsche – sieben mehr als im bisherigen Rekordjahr. Die diesjährige Spendensumme von 5860 Euro markiert ebenfalls eine neue Bestmarke, berichtet der Caritasverband. Beschenkt werden Klienten der Caritas in Bad Kreuznach, Boppard, Emmelshausen oder Simmern: Menschen, die stets mit sehr spitzer Feder rechnen müssen – und bei denen es oft dennoch kaum zum Leben reicht, heißt es in der Pressemitteilung. Patrick Miljes, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, zeigte sich beeindruckt davon, mit wie viel Engagement und Leidenschaft Spender sich an der Aktion beteiligen. Persönliche Rückmeldungen hätten gezeigt, dass die Menschen sich in die Situation der Beschenkten hineinversetzen, denen sie eine Freude machen möchten.

Alltägliche Dinge gewünscht

„Deshalb ist es so wichtig, dass der Onlinewunschbaum für alle, die mitmachen wollen, leicht zu finden ist“, ergänzte Miljes' Vorstandskollege Odo Steinmann. „Denn längst nicht jeder hatte auf ein kleines Extra zum Fest gehofft oder auf ein Geschenk fürs eigene Kind. In diesem Jahr wünschten sich auffallend viele Menschen alltägliche Dinge wie Schuhe, warme Kleidung oder einfach Lebensmittel“, betonte er.

Caritas-Dienststellenleiterin Ilona Besha sieht darin Erfahrungen der Beratungskräfte bestätigt, die allesamt stark zunehmende Beratungsanfragen registrieren: „Schuldner- und Insolvenzberatung, Schwangerschaftsberatung oder Allgemeine Sozialberatung – die Auslastung ist in diesem Jahr überall sehr hoch.“

Caritas-Mitarbeiter Andreas Esch begleitet den Onlinewunschbaum seit dem ersten Jahr, indem er die Wünsche der Klienten aus den Beratungsdiensten zusammenträgt. „Die Tendenz der vergangenen Jahre hat sich verstärkt“, lautet seine Bilanz.

Soziale Absicherung greift nicht immer ausreichend

„Viele Ratsuchende, die noch so eben über die Runden kamen, wissen inzwischen nicht mehr, wie sie die Belastungen noch schultern sollen.“ Es gebe immer wieder Konstellationen, in denen die soziale Absicherung nicht ausreichend greift, erläuterte Besha. „Gerade dann ist die Kontinuität des Wunschbaums, der in zehn Jahren ja insgesamt exakt 36.000 Euro an Spenden erbracht hat, ein riesiges Plus“, sagte Esch weiter.

„Manche sagen, der Einsatz auch für soziale Nachhaltigkeit gehöre zur DNA einer Genossenschaftsbank“, erklärte dazu Odo Steinmann. „Wichtiger ist aber: Es macht uns wirklich Freude, wenn wir ein wenig helfen können.“ An dieser Stelle hatte Patrick Miljes eine weihnachtliche Überraschung für den Caritasverband parat: Die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück selbst gab zusätzlich 3000 Euro für die Caritas-Arbeit. red

Informationen zu Beratungs- und Hilfeangeboten des örtlichen Caritasverbandes gibt es unter www.caritas-rhn.de