Kastellaun

Verbreitung von Bakterien untersucht: Ronja Hemb von der IGS Kastellaun siegt bei „Jugend forscht“

Ronja Hemb hat selbst Bakterien kultiviert, um deren Übertragung und die Wirksamkeit von Hygieneregeln zu untersuchen. Foto: privat
Ronja Hemb hat selbst Bakterien kultiviert, um deren Übertragung und die Wirksamkeit von Hygieneregeln zu untersuchen. Foto: privat

Ronja Hemb von der IGS Kastellaun ist Siegerin beim Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht/Schüler experimentieren 2021“ in Remagen. In dem online stattfindenden Wettbewerb konnte sich die Neuntklässlerin gegen ihre Mitstreiter durchsetzen.

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„Jugend forscht/Schüler experimentieren“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Der Wettbewerb ist in zwei Altersklassen unterteilt: „Schüler experimentieren“ bis einschließlich 14 Jahre und „Jugend forscht“ von 15 bis 21 Jahre.

Das Ziel ist, Jugendliche für die Mint-Fächer zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dieses Jahr konnte der Wettbewerb ausschließlich online stattfinden, was eine neue Herausforderung für Schüler, Lehrer und das „Jugend forscht“-Team darstellte.

Wer mitmachen möchte, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt. Ronjas Projekt, betreut durch ihre Lehrerin Dr. Ilka Meyer, trägt den Titel: „Bakterien in unserem Umfeld“ und passt thematisch genau in diese schwierige, von Hygieneregeln geprägte Zeit. Ronja hat untersucht, wie effektiv Händewaschen und/oder Händedesinfizieren wirklich ist. Weiterhin ist sie den Fragen nachgegangen, wie wir die Übertragung von Bakterien über Oberflächen wie Türgriffe, Lichtschalter oder Treppengeländer verhindern können. Wie effektiv ist das Raumlüften wirklich? Ihre Erkenntnisse untermauern die vorgeschriebene Hygiene in Bezug auf die Verbreitung von Bakterien.

Ronja hat sich intensiv in ein ihr bis dahin unbekanntes Thema eingearbeitet. Sie hat eigene Nährböden zur Kultivierung von Bakterien erstellt und steril und präzise Proben genommen und kultiviert. Das Ergebnis war verblüffend: Während Händewaschen und Lüften tatsächlich etwas bringen, zeigen die desinfizierten Oberflächen keinen wirksamen Schutz.

Ronja überzeugte die Jury für Biologie durch ihre klar formulierte Fragestellung, ihre präzise Darstellung und ein für ihr Alter ungemein umfangreiches Fachwissen. Sie hat sich damit für den Landeswettbewerb qualifiziert.