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Hunsrück

Solawi Hunsrück gegründet: Gemeinsam gesundes Gemüse anbauen

Von Charlotte Krämer-Schick
Heiko Wagner (von links) bezeichnet sich als geistigen Brandstifter der Idee, mit anderen eigenes Gemüse ökologisch anzubauen. Mit dabei sind neben weiteren Beate Weirich, Manuela Kremp, Marc Jacot und Sven Koch.  Foto: Charlotte Krämer-Schick
Heiko Wagner (von links) bezeichnet sich als geistigen Brandstifter der Idee, mit anderen eigenes Gemüse ökologisch anzubauen. Mit dabei sind neben weiteren Beate Weirich, Manuela Kremp, Marc Jacot und Sven Koch. Foto: Charlotte Krämer-Schick

EU-Biosiegel, deutsches Siegel, Naturland, Biokreis, Bioland, Biopark, Gäa oder Demeter – Biosiegel, die uns versichern sollen, dass Lebensmittel nach bestimmten ökologischen Standards angebaut werden, gibt es jede Menge. Und am Ende kann man sich doch nicht so wirklich sicher sein, was genau dahintersteckt, findet Heiko Wagner. „So wirklich weißt du doch nie, was du kaufst“, sagt der Halsenbacher. Und mit dieser Meinung ist er nicht allein. Daher hat er sich mit einigen anderen Hunsrückern zusammengetan und eine sogenannte Solawi ins Leben gerufen.

Lesezeit: 2 Minuten
Solawi, das bedeutet solidarische Landwirtschaft (siehe Infokasten). Dabei unterstützen Verbraucher einen Erzeuger, indem sie im Voraus die Kosten für ein Jahr der Erzeugung zahlen. Im Gegenzug erhalten sie die Ernte und eventuell erzeugte Produkte wie Brot oder Käse. Die Hunsrücker aber weichen ein wenig von diesem Modell ab. Denn sie ...
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So funktioniert Solawi und das haben die Hunsrücker vor

Bei Solawi, der solidarischen Landwirtschaft, handelt es sich in der Regel um einen Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Betrieben mit privaten Haushalten. Die Erzeuger bilden mit den Verbrauchern eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Verbraucher verpflichten sich, jährlich im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Erzeuger zu zahlen, um die geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung zu tragen.

Dadurch ist der Erzeuger unabhängig von Marktzwängen und kann bedürfnisorientiert wirtschaften. Die Haushalte erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte und weiterverarbeitete Erzeugnisse, etwa Brot oder Käse, je nachdem, was der Solawi-Betrieb herstellt. Bei dem Hunsrücker Modell werden die Verbraucher aber auch selbst mit anpacken und sich um die Pflege und Ernte ihres Gemüses kümmern. Sie wollen in erster Linie versuchen, sich dadurch möglichst selbst zu versorgen. Mit dabei sind derzeit Beate Weirich, Manuela Kremp, Marc Jacot, Oliver und Michelle Posteuka, Sven und Michaela Koch, Thomas Grein und Daniela Wagner, Familie Frank Weckmüller und Heiko Wagner. Ihre Wohnorte erstrecken sich von Halsenbach über Ney, Dieler, Macken, Krastel, Gödenroth und Kratzenburg bis Schönborn. ces
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