Archivierter Artikel vom 09.02.2015, 18:29 Uhr
Simmern

Simmern: Warnstreiks gehen bei heimischen Metall-Betrieben weiter

Die Warnstreiks bei der Industriegewerkschaft-Metall gehen in die nächste Runde. Montagmorgen streikten rund 200 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter der Frühschicht von Compair/ Gardner-Denver und Boge Elastmetall in Simmern, um ihren Forderungen in der Tarifauseinandersetzung Nachdruck zu verleihen.

200 Mitarbeiter legten am Montagmorgen in den Simmerner Betrieben Compair und Bode die Arbeit nieder.
200 Mitarbeiter legten am Montagmorgen in den Simmerner Betrieben Compair und Bode die Arbeit nieder.
Foto: Werner Dupuis

5,5 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten lautet die finanzielle Forderung. Die Vorruhestandsregelung mit Altersteilzeit soll neu geregelt werden. Flächendeckend soll außerdem erstmals ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung tarifrechtlich verankert werden. „Wir sind weiter auf Krawall und Kampf eingestimmt“, sagte Gewerkschaftsfunktionär Edgar Brakhuis.

Dem Arbeitsgeberangbot von 2,2 Prozent gibt er keine Chance. Gute Arbeit müsse mit gutem Geld belohnt werden: „Von Almosen können unsere Familien nicht leben.“ Brakhuis hofft auf eine Einlenken der Arbeitgeberseite. Heute soll Continental-Teves in Rheinböllen bestreikt werden. wd