Archivierter Artikel vom 06.01.2019, 19:19 Uhr
Emmelshausen

Neujahrsempfang VG Emmelshausen: Peter Unkel zieht positives Resümee

Es waren weniger die großen politischen Themen, die Bürgermeister Peter Unkel in den Fokus rückte beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde (VG) Emmelshausen. Es waren in erster Linie die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen, denen der Bürgermeister seine Aufmerksamkeit schenkte. Viele von ihnen waren am Sonntagvormittag ins ZaP gekommen und Unkels Einladung zum Empfang gefolgt. Dieser nahm den letzten Neujahrsempfang der noch bestehenden VG zum Anlass, 24 dieser aktiven Bürger mit der Ehrenmedaille der Verbandsgemeinde auszuzeichnen.

Von Charlotte Krämer-Schick
Zahlreiche Gäste konnte Peter Unkel beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Emmelshausen am Sonntagvormittag im ZaP begrüßen. Neben einem Jahresrückblick standen etliche Ehrungen auf dem Programm des Bürgermeisters.
Zahlreiche Gäste konnte Peter Unkel beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Emmelshausen am Sonntagvormittag im ZaP begrüßen. Neben einem Jahresrückblick standen etliche Ehrungen auf dem Programm des Bürgermeisters.
Foto: Charlotte Krämer-Schick

Doch natürlich darf bei einem solchen Empfang auch ein Rückblick ins vergangene Jahr nicht fehlen: Unkels Resümee fällt dabei durchweg positiv aus. Sei es die wirtschaftliche Entwicklung der VG insbesondere durch die Schaffung weiterer Industrie- und Gewerbeflächen und damit weiterer Arbeitsplätze oder die Umsetzung von Dorferneuerungsprojekten wie dem Spatenstich für das neue Gemeindezentrum in Halsenbach. „Auch die restlichen Lücken beim schnellen Internet werden geschlossen, wie es etwa das Beispiel der Baunhöller Mühle zeigt“, ist der Bürgermeister sicher. Denn die Mühle wird nun, wie in naher Zukunft viele entlegene Liegenschaften, Aussiedlungen und Gehöfte, mit einem Glasfasernetz versorgt. „Das war für die Mühlenbewohner vermutlich in etwa wie der Umstieg vom Mofa zum Formel-1-Rennwagen“, witzelt Unkel.

Der Nachwuchs ist der VG einiges wert

Gerade in solchen Infrastrukturmaßnahmen sieht der Bürgermeister einen Grund, warum sich viele junge Menschen wieder in ihrer Heimatregion niederlassen wollen. Daher sei der VG auch der Nachwuchs einiges wert, sagt Unkel. „Wir wollen uns weiterhin um die Sanierung unserer Schulen und Feuerwehrhäuser kümmern“, versichert der Verwaltungschef. Die Generalsanierung der Grundschule Emmelshausen mit einem Gesamtvolumen von rund 2,7 Millionen Euro sei nun fast abgeschlossen, bald beginne die Sanierung der Grundschule Gondershausen mit Kosten von mindestens 2 Millionen Euro, führt Unkel aus. Zudem investierten die Kommunen kräftig in die Erweiterung und Modernisierung der Kindergärten. „Auch die IGS funktioniert gut“, bescheinigt der Bürgermeister. Das zeigten auch die 39 Absolventen der Oberstufe, die am 23. März 2018 im ZaP ihr Abiturzeugnis entgegennehmen konnten. „Für die Zukunftsfähigkeit und Anziehungskraft der Region ist es sehr wichtig, nun alle Schulabschlüsse inklusive Abitur vor Ort anbieten zu können“, betont Unkel. Und diese Oberstufe stehe zukünftig natürlich allen Schülern der künftigen VG Hunsrück–Mittelrhein offen. Gleiches soll für die beiden Ferienaktionen „KiFa“ und „FeBa“ der VG Emmelshausen in den Sommerferien gelten. „Wir wollen natürlich daran arbeiten, dieses beispielhafte Angebot künftig für die gesamte VG Hunsrück-Mittelrhein zu ermöglichen“, versichert Unkel.

Dass die bevorstehende Fusion der beiden Verbandsgemeinden in Sachen Tourismus bereits einen ersten Erfolg verbuchen kann, macht der Verwaltungschef am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen den Tourist-Informationen St. Goar, Oberwesel und Emmelshausen deutlich, die gerade eine Broschüre mit den zehn schönsten Wanderwegen der neuen VG veröffentlicht haben. „Unsere herrlichen, mit viel Herzblut erstellten und gepflegten Wander- und Radwege sind nicht nur in touristischer Hinsicht wichtig, sondern gleichermaßen auch für die Lebensqualität der einheimischen Bürgerschaft“, macht der Bürgermeister deutlich.

Doch nicht nur die herrliche Landschaft „ganz vorne im Hunsrück“ und im Welterbe Oberes Mittelrheintal einen die noch getrennten Verbandsgemeinden. „Beide haben sehr ähnliche Verwaltungsstrukturen, sind finanziell gleichermaßen gut aufgestellt, weisen eine gleich starke Steuerkraft pro Kopf auf, verfügen entlang der A 61 über eine starke, erfolgreiche Achse von Industrie- und Gewerbegebieten und ergänzen sich mit den generalsanierten Bädern in Emmelshausen und St. Goar Werlau bestens“, ist Unkel sicher. Aus diesen Gründen gestaltete sich denn auch die Fusionsvereinbarung mit VG-Bürgermeister Thomas Bungert als sehr gut, vertrauensvoll und sachorientiert, wie Unkel resümiert. „Die Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft mit dem umzusetzenden Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Emmelshausen und St. Goar–Oberwesel nehme ich gerne an“, äußert Unkel. Daher werde er sich um das Bürgermeisteramt der neuen VG bewerben. Doch die allseits anerkannte Entwicklung seiner VG und der zugehörigen Kommunen sei nur durch die konstruktive Zusammenarbeit der Gremien und über Parteigrenzen hinweg möglich gewesen. „Dieser Zusammenhalt in unserer kommunalen Familie ermutigt mich und spornt mich an, die Bürgermeisterwahl gut zu bestehen und mich auch in Zukunft mit ganzem Einsatz, mit meinem Know-how und mit meiner Erfahrung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Heimatregion ganz vorne im Hunsrück und im Welterbe Oberes Mittelrheintal einzusetzen“, sagt Unkel und bittet die Anwesenden um ihre Unterstützung.

Von unserer Redakteurin Charlotte Krämer-Schick