Archivierter Artikel vom 30.03.2022, 14:47 Uhr
Oberwesel

Klavier trifft Harfe im Kulturhaus Oberwesel: Magische Symbiose zweier Saiteninstrumente

„Saitenklänge hoch 2: Klavier trifft Harfe“ lautete der Titel eines außergewöhnlichen Konzerts im Kulturhaus Oberwesel. Es entpuppte sich als eine Begegnung zweier Instrumente, die ihre jeweils eigene Persönlichkeit zum Strahlen brachten und sich im Zusammenspiel zugleich magisch zu verbinden wussten.

Mit dem Zusammenspiel von Clara Dicke und Lukas Stollhof im Kulturhaus Oberwesel durften sich die Besucher über eine ganz besondere Premiere der beiden Künstler freuen.  Foto: Kulturhaus Oberwesel
Mit dem Zusammenspiel von Clara Dicke und Lukas Stollhof im Kulturhaus Oberwesel durften sich die Besucher über eine ganz besondere Premiere der beiden Künstler freuen.
Foto: Kulturhaus Oberwesel

Unterm Strich stand für die Besucher in Oberwesel ein Konzerterlebnis mit Harfenistin Clara Dicke und Regionalkantor Lukas Stollhof, das vom Zauber der Musik kündete.

Zum Auftakt erklang „Quatre Préludes op 16“. Die Suite des französischen Komponisten und Harfenisten Marcel Tournier gilt als echtes Juwel. Und so wurde sie von den beiden Künstlern auch dargeboten: Ein stimmungsvolles Vorspiel, wie es zum Frühlingserwachen dieses Tages passte.

Konzerte zum 125. Todestag Brahms'

Die unmittelbare Begegnung der beiden Saiteninstrumente fand in mehreren Stücken, etwa im „Walzer zu vier Händen“ von Johannes Brahms (1833–1897), statt. Während in den kommenden Wochen verschiedene Konzerte zum 125. Todestag von Brahms zur Aufführung kommen (Anmerkung der Redaktion: am 1. April auch im Kulturhaus), würdigten Dicke und Stollhof den Ausnahmekomponisten mit ihren Saitenklängen auf besondere Weise und als Vorgeschmack auf mehr.

Bei den Solodarbietungen fiel die Wahl von Clara Dicke auf die Komponisten Alphonse Hasselmanns, Johann Sebastian Bach, Bernard Andrés und John Thomas. Dabei demonstrierte sie mit ihrer Konzertharfe – auf der Bühne eine eher selten anzutreffende Exotin – mit beruhigenden, berührenden, leuchtenden und warmen Klängen die Schönheit dieses Instruments.

Große Meister zu Gehör gebracht

Lukas Stollhof brachte mit Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin und Claude Debussy ebenfalls große Meister auf dem Bechstein-Flügel zu Gehör. Mit seiner Klavierimprovisation über „Das Oberweseler Heimatlied“ setzte er seinen Darbietungen dabei einen romantisch-verspielten und zugleich ganz starken Glanzpunkt.

Musikgenuss pur, was die beiden auf der Bühne boten, wofür sich auch Veranstaltungsleiterin Reinfriede Scheer am Ende bedankte: „Als Kulturhaus freuen wir uns ganz besonders, lokalen beziehungsweise regionalen Künstlern eine Bühne zu bieten, die hier ihr außergewöhnliches Können zum Strahlen bringen können.“

Seit 2008 wirkt Lukas Stollhof als Regionalkantor in Oberwesel, brilliert als Organist und Dirigent mit Konzerten und Chorauftritten. Die aus Spay stammende Clara Dicke gehört verschiedenen Ensembles an und ist als Konzertharfenistin national und international unterwegs. Mit ihrer Aktion „Kultur hilft“ spendet das Kulturhaus zehn Prozent der Ticketeinnahmen zugunsten humanitärer Hilfe im Ukraine-Krieg.

Infos zu weiteren Veranstaltungen finden sich unter www.kulturhaus-oberwesel.de