Hunsrück

Hunsrückbahn ist in der Prüfung: Ministerium spricht von „Reaktivierungskandidaten“

Der Kreuznacher SPD-Landtagsabgeordnete Michael Simon hatte sich im Sommer schriftlich an das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes gewandt und zum Stand einer möglichen Reaktivierung der Hunsrückquerbahn angefragt. Das Ministerium hat nun über Ministerin Katrin Eder geantwortet.

Lesezeit: 1 Minute
Das private Eisenbahnunternehmen Widmer Rail will auf der Stracke Güterverkehr abwickeln und machte schon Testfahrten. Eine Diesellok überquerte dabei das Viadukt bei Niedersohren.
Das private Eisenbahnunternehmen Widmer Rail will auf der Stracke Güterverkehr abwickeln und machte schon Testfahrten. Eine Diesellok überquerte dabei das Viadukt bei Niedersohren.
Foto: Archivfoto Volker Boch

Es werde derzeit intensiv geprüft, welche Strecken sich in Rheinland-Pfalz für eine Reaktivierung besonders eignen würden. Die Hunsrückquerbahn werde dabei entsprechend dem Koalitionsvertrag als ein „Reaktivierungskandidat“ betrachtet.

Ob es eine echte Umsetzungsperspektive gebe, hänge wie bei jeder Streckenreaktivierung vom Vorhandensein entsprechender Potenziale ab. In diesem Zusammenhang verweise das Ministerium darauf, dass das hierzu laufende Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei und man mit allen an der Planfeststellung Beteiligten im Austausch stehe.

Grundsätzlich teile das Ministerium seine Sicht, wonach die Bahn ein nachhaltiger und klimafreundlicher Verkehrsträger sei, erklärt Simon. Gerade die Reaktivierung von Bahnstrecken biete hierbei eine gute Möglichkeit zur Erschließung regionaler Räume durch den Schienenpersonennahverkehr, so heiße es in dem Schreiben des Ministeriums. Michael Simon begrüßt das und will weiter an dem Thema bleiben. red

Archivierter Artikel vom 05.10.2022, 16:03 Uhr