Rhein-Hunsrück

Heimische Landwirtschaft im Fokus der Politik: Produktion von Lebensmitteln im Rhein-Hunsrück-Kreis erhöhen

Wie die CDU Rhein-Hunsrück mitteilt, wollen die Christdemokraten die Potenziale und Flächen nutzen, damit die heimische Landwirtschaft mehr Lebensmittel produzieren und damit einen größeren Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten kann.

Die CDU-Abgeordneten Marlon Bröhr (rechts), Karina Wächter (2. von rechts), Tobias Vogt (5. von rechts) und Dennis Junk (2. von links) sowie Bürgermeister Andreas Hackethal (3. von links) besprachen auf dem Hof von Martin (3. von rechts) und Carina (4. von links) Adam auch mit Vera Steinmetz (4. von rechts) und Pascal Kersten (links) als Vertreter des Bauernverbandes die Herausforderung der heimischen Landwirtschaft.  Foto: CDU Rhein-Hunsrück
Die CDU-Abgeordneten Marlon Bröhr (rechts), Karina Wächter (2. von rechts), Tobias Vogt (5. von rechts) und Dennis Junk (2. von links) sowie Bürgermeister Andreas Hackethal (3. von links) besprachen auf dem Hof von Martin (3. von rechts) und Carina (4. von links) Adam auch mit Vera Steinmetz (4. von rechts) und Pascal Kersten (links) als Vertreter des Bauernverbandes die Herausforderung der heimischen Landwirtschaft.
Foto: CDU Rhein-Hunsrück

Die Partei setze sich daher dafür ein, dass die ab 2023 geplante Verpflichtung zur Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen ausgesetzt wird, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Gleichzeitig dränge die CDU auch auf eine tragfähige Finanzierung und Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe bei der Umsetzung von Maßnahmen für mehr Tierwohl.

Das machten die heimischen CDU-Abgeordneten des Bundes- und des Landtages bei Besuchen von landwirtschaftlichen Betrieben deutlich. Dort besprachen die CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Vogt und Karina Wächter mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Marlon Bröhr und dem Wittlicher Landtagsabgeordneten Dennis Junk auf dem Reinhardshof von Landwirt Martin Adam mit Vera Steinmetz (Vorsitzende des Bauernverbandes Bernkastel-Wittlich) und ihrem Geschäftsführer Pascal Kersten sowie in Niederweiler auf seinem Hof mit Bastian Faust (Vorsitzender des Bauernverbandes Rhein-Hunsrück) und weiteren regionalen Bauern die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft.

„Auch am Ort sollten jetzt alle Möglichkeiten genutzt werden, die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen“, betonte Bröhr. Er verwies darauf, dass die Ukraine ein großer Produzent von Nahrungsmitteln sei. Konsequenzen des Krieges mit Blick auf die Ernährungssicherheit machten sich aus Sicht der Christdemokraten durch Lieferengpässe und explodierende Preise bemerkbar.

Durch ausfallende Lieferungen drohe auch eine humanitäre Hungerkatastrophe vor allem in großen Teilen Afrikas, die traditionell Importeure der ukrainischen Waren seien. „Der Entwicklung darf nicht tatenlos zugesehen werden. In Deutschland haben wir fruchtbare und leistungsfähige Böden und können einen maßgeblichen Beitrag für die Ernährung leisten. Deshalb dürfen wir gerade in dieser kritischen Versorgungslage nicht Ackerstandorte aus der Lebensmittelproduktion nehmen“, sagte Vogt. Die CDU-Abgeordneten setzten sich dafür ein, dass die Verpflichtung zur Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen frühestens dann greifen dürfe, wenn die Krise vorbei sei.

Besonders enttäuscht zeigten sich die Christdemokraten von der FDP, die regelmäßig belehrend den Finger gehoben habe und sich jetzt in der Regierung offensichtlich von den Grünen vorführen ließe. So habe die FDP gemeinsam mit SPD und Grünen auch einen Antrag im Landtag abgelehnt, der auf die befristete Freigabe aller Ackerstandorte ohne Einschränkung für die Lebensmittelproduktion zielte.

Im Bund könne sich die FDP nicht gegen den grünen Landwirtschaftsminister Cem Özdemir durchsetzen, um einen größeren Beitrag zur Versorgungssicherheit vor allem mit regionalen Lebensmitteln zu erreichen. „Statt einer ideologisch geleiteten Agrarpolitik brauchen wir jetzt pragmatisches Handeln, um einen Beitrag zur Ernährungssicherheit zu leisten“, verdeutlichte Wächter.

Als Interessenvertreter des bäuerlichen Berufsstandes verdeutlichten Vera Steinmetz und Bastian Faust die Schwierigkeiten angesichts ständig wechselnder Regelungen und gesellschaftlicher Anforderungen. „Als Landwirte brauchen wir mehr Planungssicherheit“, betonte Steinmetz. So sehen die Landwirte gemeinsam mit den CDU-Abgeordneten auch Nachbesserungsbedarf bei den aktuellen Plänen der Ampelbundesregierung zum Tierwohlkennzeichen. „Die Pläne sind leider unausgegoren. Denn es ist völlig offen, wie die Maßnahmen für mehr Tierwohl – wie der Umbau von Ställen – finanziert werden sollen“, sieht Junk die Notwendigkeit einer Unterstützung der Agrar- betriebe.

Auch weitere Maßnahmen nennt die CDU: Lebensmittel sollen mit modernen Mitteln umweltfreundlicher werden. Dazu zählen neue Technologien zur zielgenauen und sparsamen Ausbringung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie moderne Züchtungsmethoden für widerstandsfähige und ertragsreiche Pflanzen. „Mehr Lebensmittel produzieren statt Ackerflächen stilllegen und unsere heimische Landwirtschaft mit gezielten Maßnahmen unterstützen – das ist das Gebot der Stunde“, verdeutlichten die Abgeordneten. red