Archivierter Artikel vom 03.05.2011, 13:21 Uhr
Boppard

Gebeine unterm Bopparder Krankenhaus gefunden

Bauarbeiter entdeckten am Bopparder Krankenhaus Gebeine aus der frühen Neuzeit.

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Kisten voller Material haben die Experten freigelegt und sichergestellt.

Suzanne Breitbach

Grabungstechniker Achim Schmidt (vorne) und FÖJ Rafael Junk sind mit der Kelle im Einsatz, um mehr Funde zwischen Krankenhaus und Seniorenhaus freizulegen.

Suzanne Breitbach

Rafael Junk absolviert ein freiwilliges ökologisches Jahr bei der Landesarchäologie und zeigt Perlen, die als Schmuck oder Rosenkranz gedient haben könnten.

Suzanne Breitbach

Wenn Grabungstechniker Achim Schmidt die Vermessung der Fundstelle vornimmt, ruhen die Baggerarbeiten.

Suzanne Breitbach

Die Knochen sollen nach einer umfangreichen Untersuchung in Koblenz wieder an der Karmeliterkirche beigesetzt werden.

Suzanne Breitbach

Grabungstechniker Achim Schmidt hält die Funde schriftlich fest.

Suzanne Breitbach

Mit der Kelle tasten sich die Fachleute vorsichtig an die Funde heran.

Suzanne Breitbach

Nach der Freilegung wird das Grab genau vermessen, um es später am Computer zu rekonstruieren.

Suzanne Breitbach

Für die Dokumentation werden auch Fotos gebraucht.

Suzanne Breitbach

Für die Dokumentation wird ein spezielles Messverfahren eingesetzt.

Suzanne Breitbach

 Boppard – Bauarbeiter entdeckten am Bopparder Krankenhaus Gebeine aus der frühen Neuzeit.

Mittlerweile können die Gebeine etwa 30 Personen zugeordnet werden. Cliff A. Jost von der Generaldirektion kultururelles Erbe in Koblenz vermutet, dass es sich bei dem Fund um Mönchsgräber handelt. Dafür spricht die unmittelbare Nähe zur Karmeliterkirche. Als einzige Grabbeigabe wurde ein Rosenkranz aus Knochenperlen gefunden. Anhand der entdeckten Scherben in den Grabverfüllungen datieren die Archäologen den Friedhof ins 16. oder 17. Jahrhundert.

Ende Februar fiel der Startschuss zu Boppards größter Baustelle seit Langem. Im Herzen der Stadt modernisiert das Stiftungsklinikum Mittelrhein sein Krankenhaus. Im Rahmen der Stadtsanierung bauen Stadt und Klinkum unterhalb des Areals vor dem Krankenhaus und dem Karmelitergebäude – die heutige Stadtverwaltung – gemeinsam eine Tiefgarage.