Buch/Berlin

Einladung beim Bundespräsidenten: Bucher Bürgermeister Tobias Vogt schildert Eindrücke

Unter dem Motto „Ortszeit Deutschland“ reist Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in Deutschlands Regionen. Zur Auftaktveranstaltung hatte er Kommunalpolitiker und ehrenamtlich engagierte Bürger im Schloss Bellevue empfangen.  Foto: Dirk Bleicker
Unter dem Motto „Ortszeit Deutschland“ reist Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in Deutschlands Regionen. Zur Auftaktveranstaltung hatte er Kommunalpolitiker und ehrenamtlich engagierte Bürger im Schloss Bellevue empfangen. Foto: Dirk Bleicker

„Ortszeit Deutschland“ lautet das Motto einer Reise von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zu Beginn seiner zweiten Amtszeit. Zur Auftaktveranstaltung im Schloss Bellevue tauschte sich der Bundespräsident mit rund 60 Bürgermeistern sowie Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland über den Zusammenhalt in Krisenzeiten aus. Der Bucher Ortsbürgermeister und Landtagsabgeordnete Tobias Vogt war einer der Teilnehmer (wir berichteten).

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„Es war mir eine große Ehre, mich mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bürgermeisterkollegen im Schloss Bellevue über unsere Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen auszutauschen“, berichtet Vogt. „Als ich durch das Portal des Schloss Bellevue hindurchtrat, war ich sehr beeindruckt. Die Architektur des Schlosses und die Atmosphäre durch das Präsidialamt sind etwas Besonderes. Dabei entwickelte ich ein reger Austausch zwischen dem Präsidenten und den Bürgermeistern, der für alle sehr fruchtbar war“, schildert Vogt seine Eindrücke.

Nach der Rede von Bundespräsident Steinmeier wurde in drei Podiumsgesprächen über den „Zusammenhalt in Krisenzeiten“, über „Beispiele aus der aktuellen Flüchtlingshilfe“ und über „Perspektiven nach der Pandemie“ gesprochen. Anschließend nahm sich der Bundespräsident im Rahmen eines Empfangs Zeit, um in Kleingruppen mit den Bürgermeistern ins Gespräch zu kommen.

Sehr beeindruckt sei Tobias Vogt gewesen, als er durch das Portal des Schlosses Bellevue hindurchtrat, berichtet er.  Foto: privat
Sehr beeindruckt sei Tobias Vogt gewesen, als er durch das Portal des Schlosses Bellevue hindurchtrat, berichtet er.
Foto: privat
Die Corona-Pandemie und nun auch noch der Krieg in der Ukraine mit entsprechenden Fluchtbewegungen – die Herausforderungen für Städte und Gemeinden sind enorm. Bundespräsident Steinmeier zeigte auf, dass uns die vielleicht größte Fluchtbewegung in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges erwarten könne. Doch es beeindruckte alle Teilnehmer sehr, die vielen positiven Initiativen sowie die überwältigende Hilfsbereitschaft im ganzen Land zu erleben. „Im Rhein-Hunsrück-Kreis und meiner Ortsgemeinde habe ich sehr schnell erfahren, dass der Einsatz und die Hilfsbereitschaft vieler Ehrenamtlicher wieder riesig sind. Flüchtlingshelfer, das Rote Kreuz, die Polizei, Feuerwehren und die weiteren Hilfsdienste sowie private Initiativen und insbesondere auch die Verwaltung waren direkt bereit, die Situation zu meistern und den Menschen zu helfen. Es freut mich sehr, dass aus ganz Deutschland ähnliche Erfahrungen berichtet werden“, sagt Vogt.

Neben den beeindruckenden Initiativen sei aber auch eines deutlich geworden: Deutschland und Europa seien erst am Anfang dieser Krise. Es gehe alsbald darum, die Geflüchteten zu integrieren. Dies verlange eine gute Verzahnung von Haupt- und Ehrenamtlichen. Auf beiden Seiten sei es wichtig darauf zu achten, dass die Menschen durchaus am Rande ihrer Leistungsfähigkeit seien.