Archivierter Artikel vom 07.08.2022, 18:27 Uhr
Simmern

Eine Simmerner Ära geht zu Ende: Rudolf Zischka ist gestorben

Rudolf (Rudi) Zischka aus Simmern starb am Freitag, 29. Juli, im Alter von 94 Jahren.

Rudolf Zischka
Rudolf Zischka
Foto: Zischka

Am 15. Februar 1928 in Pössigkau im Sudetenland geboren, verschlug es ihn nach dem Zweiten Weltkrieg zuerst nach Bayern und dann über die damalige US-Militärbasis auf dem Hahn in den Hunsrück. In Simmern ist der Name Zischka vor allem ein Begriff durch die gleichnamige Großwäscherei. Rudolf Zischka hatte auf dem Hahn eine Ausbildung zum Flugzeugmechatroniker gemacht. Abends nahm er damals immer die Schmutzwäsche seiner Kameraden mit nach Hause, wo seine Frau diese wusch. Die so entstandene kleine Wäscherei wurde 1961 durch eine Halle in der Gartenstraße erweitert. Mithilfe gebrauchter Maschinen wuchs der Betrieb. Selbst der Brand der Wäscherei Anfang der 1990er-Jahre ließen Zischka nicht resignieren.

Modernste Wäscherei Europas

Durch immer mehr Nachfragen von Krankenhäusern und Hotels wurde 2003 schließlich der Grundstein für eine neue Großwäscherei im Industriegebiet in Simmern gelegt. 2004 eröffnete Zischka die modernste Wäscherei Europas und flächenmäßig die größte in Deutschland. Für Rudi bedeutete dies die Krönung seines Lebens. Bei seinen Mitarbeitern galt Rudolf Zischka als streng, aber immer gerecht. Er begleitete in den 1980er-Jahren den Gesamtverband neuzeitlicher Textilpflegebetriebe als Vizepräsident. Des Weiteren war er Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz in den 1990er-Jahren.

Viele Ehrenämter bekleidet

Rudolf Zischka bekleidete außerdem viele Ehrenämter. Von 1969 bis 1978 war er Ortsbeauftragter des THW in Simmern. 1967 wurde er zum Ehrenmitglied des VfR Simmern ernannt. Erst war er Abteilungsleiter der Jugend (1975–1978) und später Abteilungsleiter der Senioren (1981–1984). Dem Fischereiverein war Zischka sehr zugetan.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wurde ihm im August 2008 für sein langjähriges unternehmerisches und ehrenamtliches Engagement vom damaligen Landtagspräsidenten Hendrik Hering für besondere Verdienste der Gesellschaft verliehen. red