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Boppard/Koblenz

Afghane sticht elf Mal auf seine Verlobte ein – Sechs Jahre und neun Monate Haft

Es ist eine Tat, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt: Am 16. Juni 2017 sticht ein Afghane (23) in einem Bopparder Flüchtlingsheim elf Mal auf seine Verlobte ein, in den Rücken, in die Nieren, auf das Gesäß und die Arme. Die 19-Jährige verliert mehr als drei Liter Blut – und kann nur mit Glück vor dem Tod gerettet werden. Jetzt hat das Landgericht Koblenz den brutalen Messerstecher zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Alle Prozessbeteiligten waren sich einig: So ein Verfahren haben sie noch nie erlebt.

Von Eugen Lambrecht
Lesezeit: 3 Minuten
Das Ungewöhnliche war allen voran das irritierende Aussageverhalten des Opfers. In den ersten Wochen und Monaten nach der Tat schilderte die junge Frau Ärzten, Polizisten und Sozialarbeitern die immer gleiche Geschichte: Ihr Verlobter stach aus Eifersucht auf sie ein. Doch als sie am 21. Dezember als Zeugin vor Gericht steht, ...