Archivierter Artikel vom 27.01.2022, 11:50 Uhr
Pfalzfeld

Abschied am 29. Januar: Pfarrer Johannes Dübbelde geht in Ruhestand

Unsere Zeitung berichtete am 23. November 2000 über eine neue Helfergruppe für die Notfallseelsorge, die in der Kirche St. Peter in Bacharach mit einem ökumenischen Einweihungsgottesdienst an den Start ging. Johannes Dübbelde war damals dabei.

Für Pfarrer Johannes Dübbelde aus Pfalzfeld beginnt Ende Januar der Ruhestand.
Für Pfarrer Johannes Dübbelde aus Pfalzfeld beginnt Ende Januar der Ruhestand.
Foto: Gottlieb

15 Jahre später war der Pfalzfelder Pfarrer immer noch als Notfallseelsorger im Einsatz, als unsere Zeitung darüber berichtete, dass Johannes Dübbelde bei dem verheerenden Flugzeugabsturz am 24. März 2015 in Südfrankreich den Angehörigen der Menschen, die beim Absturz des German-Wings-Flugzeuges in Südfrankreich, wo 150 Passagiere den Tod fanden, seelischen Beistand leistete.

Am 29. Januar verabschiedet sich Johannes Dübbelde von seiner Gemeinde und tritt seinen Ruhestand an. Das hätte er eigentlich schon am 1. Juli 2020 ohne Abschläge tun können. „Ich habe jedoch mit Rücksicht auf die schwierige Situation der Kirchengemeinde in Corona-Zeiten und angesichts der Vakanz im benachbarten Gemeindebezirk Emmelshausen-Buchholz (Dezember 2020 – September 2021) bisher darauf verzichtet“, begründet Dübbelde seine Zugabe.

Von Neuwied in die USA

Geboren wurde der Pfarrer am 16. Februar 1956 in Neuwied, wo er als einziges Kind des Pfarrers Heinz Dübbelde und dessen Frau Elfriede, geborene Dennig, aufwuchs. Ein erster Auslandsaufenthalt stand für Johannes Dübbelde von April 1961 bis März 1962 an, als sein Vater seine Pfarrstelle mit einem Pfarrer der Presbyterian Church in Blue Earth, Minnesota/ USA tauschte. Kindergarten und Grundschule erlebte der kleine Johannes also in den USA. Von 1963 bis 1974 ging es ins Saarland, wo Volksschule und Gymnasium mit Abitur 1974 in St. Wendel anstanden. Sein Studium führte ihn nach Wuppertal, Saarbrücken, erneut nach Minnesota und Heidelberg.

Nach dem Vikariat in Wuppertal verbrachte er seine Probezeit in Langenlonsheim von 1984 bis Januar 1986. Und seit Februar 1986 ist er nun Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Emmelshausen-Pfalzfeld und dort zuständig für rund 2000 evangelische Christen in 24 Hunsrück-Dörfern sowie für die evangelischen Bewohner im Alten- und Pflegeheim Emmelshausen.

Abstecher nach Frankreich

Von Januar bis Juni 2015 ging es noch einmal ins Ausland, als Johannes Dübbelde ein Kontaktstudium an der Theologischen Fakultät der Église Protestante Unie de France (EPUF) in Montpellier absolvierte.

Ab November 2000 begann für ihn die Zeit der Notfallseelsorge. Unter anderem koordiniert er seit dieser Zeit die Notfallseelsorge-Rufbereitschaft Mittelrhein-Hunsrück. Er ist außerdem Vertreter des Kirchenkreises Koblenz im Kuratorium des regionalen „Gemeindedienstes für Mission und Ökumene“ (GMÖ).

Gemeinsam mit seiner Frau Carina wird Johannes Dübbelde weiterhin im Pfarrhaus in Pfalzfeld wohnen, denn es gelang, dieses vor einigen Jahren gemäß Gutachten eines vereidigten Sachverständigen von der Kirchengemeinde zu erwerben. Auch im Ruhestand bleibt Pfarrer Johannes Dübbelde also der Region erhalten.

Entpflichtet wird der evangelische Pfarrer in einem Gottesdienst am Samstag, 29. Januar, um 14.30 Uhr – Corona-bedingt in der katholischen Kirche in Emmelshausen.