Archivierter Artikel vom 16.03.2016, 09:57 Uhr

Und was ist mit Aufräumen?

Der Wahlsonntag hat seine Spuren hinterlassen: Bei dem einen im Gemüt, bei anderen im Geldbeutel.

Guten Morgen, wünscht euch euer Gässje
Guten Morgen, wünscht euch euer Gässje
So hat ausgerechnet unser jüngstes Redaktionsmitglied, fast noch ein Erstwähler, beim internen Wahlergebnis-Tippspiel den Jackpot abgeräumt und vermeintlich erfahrenere Kollegen ganz schön alt aussehen lassen. Apropos abgeräumt: Wahlen erinnern mich stets an Kindergeburtstage: Erst sind alle mit Eifer dabei, kleben Plakate, verteilen kleine Geschenke wie Schlüsselbänder, Bonbons und Gummibärchen, und die Kandidaten lächeln mehr oder weniger überzeugend von Zäunen und Plakatwänden herunter. Dann ist die Party zu Ende, und alle drücken sich ums Aufräumen. Die Großkopferten eilen stattdessen hastig von einer wichtigen Sitzung zur nächsten, und es bleibt einer Handvoll freiwilliger Helfer überlassen, die Spuren der Wahlschlacht zu beseitigen. Die brauchen Tage, bis auch das letzte lächelnde Kandidatenkonterfei aus dem Straßenbild verschwunden ist. Und die leibhaftigen Kandidaten? Die machen sich wieder rar, bis zur nächsten Wahl in fünf Jahren. asu