Archivierter Artikel vom 03.07.2019, 09:53 Uhr
Bad Kreuznach

Prozess um Messerattacke auf Schwangere startet: Ungeborenes Kind starb beim Angriff

Der Prozess um eine Messerattacke auf eine Schwangere hat am Mittwoch vor dem Landgericht Bad Kreuznach begonnen.

Olaf Langhanki (l), Rechtsanwalt des Angeklagten, der Angeklagte (r) und Walid Sherzad, Übersetzer, unterhalten sich vor Prozessbeginn miteinander im Gerichtssaal. Es ist der Prozessauftakt gegen den afghanischen Asylbewerber aus Biblis, der auf die werdende Mutter des gemeinsamen Kindes eingestochen haben soll. Bei der Tat im Januar dieses Jahres wurde die 25 Jahre alte Frau schwer verletzt, das ungeborene Kind wurde getötet.
Olaf Langhanki (l), Rechtsanwalt des Angeklagten, der Angeklagte (r) und Walid Sherzad, Übersetzer, unterhalten sich vor Prozessbeginn miteinander im Gerichtssaal. Es ist der Prozessauftakt gegen den afghanischen Asylbewerber aus Biblis, der auf die werdende Mutter des gemeinsamen Kindes eingestochen haben soll. Bei der Tat im Januar dieses Jahres wurde die 25 Jahre alte Frau schwer verletzt, das ungeborene Kind wurde getötet.
Foto: dpa

Auf der Anklagebank sitzt ein 25 Jahre alter Mann. Der Afghane, der zuletzt im südhessischen Biblis wohnte, soll das gleichaltrige Opfer im Januar dieses Jahres in einem Bad Kreuznacher Krankenhaus mit einem Klappmesser angegriffen und mehrfach zugestochen haben. Das gemeinsame, ungeborene Kind starb, die Frau konnte mit einer Notoperation gerettet werden.

Vorgeworfen wird dem Angeklagten versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie Schwangerschaftsabbruch. Auch soll er die Frau im Juli 2018 in seiner Wohnung in Biblis vergewaltigt haben. Im Mittelpunkt des ersten Verhandlungstages dürfte zunächst die Verlesung der Anklage stehen. Bis Ende September sind zwölf weitere Verhandlungstage geplant.