Archivierter Artikel vom 11.08.2011, 16:03 Uhr
Bad Kreuznach

Musikschule Mittlere Nahe sucht mit der Stadt Bad Kreuznach Musikpaten

Fehlende finanzielle Mittel sollen für Kinder aus sozial schwachen Familien im Kreis Kreuznach kein Hindernis mehr sein, an einer musikalischen Früherziehung teilzunehmen. Zwar hat die Bundesregierung 2011 ein Bildungspaket eingeführt, aus dem für Kinder von Hartz-IV-Empfängern zehn Euro monatlich für Musikunterricht, Nachhilfe oder Sportvereine zur Verfügung stehen. Es hat aber nicht die erhoffte Resonanz gefunden, so Marc Kluschat, Leiter der Musikschule Mittlere Nahe. Seine gemeinnützige Einrichtung geht daher einen neuen Weg, sucht Musikpaten – Firmen oder Privatpersonen, die den Betrag aufstocken.

Bad Kreuznach – Fehlende finanzielle Mittel sollen für Kinder aus sozial schwachen Familien im Kreis Kreuznach kein Hindernis mehr sein, an einer musikalischen Früherziehung teilzunehmen. Zwar hat die Bundesregierung 2011 ein Bildungspaket eingeführt, aus dem für Kinder von Hartz-IV-Empfängern zehn Euro monatlich für Musikunterricht, Nachhilfe oder Sportvereine zur Verfügung stehen. Es hat aber nicht die erhoffte Resonanz gefunden, so Marc Kluschat, Leiter der Musikschule Mittlere Nahe. Seine gemeinnützige Einrichtung geht daher einen neuen Weg, sucht Musikpaten – Firmen oder Privatpersonen, die den Betrag aufstocken.

 

In Bürgermeisterin Martina Hassel und Kulturdezernentin Andrea Manz hat er zwei Mitstreiterinnen gewonnen, die von der Idee begeistert sind. „Es ist eine Sache, die uns beiden am Herzen liegt“, betonte Andrea Manz bei der Vorstellung des Projekts. Kluschat ist klar, dass zehn Euro im Monat für eine umfassende musikalische Ausbildung nicht ausreichen, „aber der Betrag kann einen Grundstock bilden, den wir versuchen durch Spenden und Sponsorengeldern zu erweitern“. Entstehen soll ein Fördertopf, der helfen soll, finanzielle Hürden abzubauen. Über eine fehlende Nachfrage kann sich die Musikschule nicht beklagen, Kluschat ist es aber „wichtig, alle Bevölkerungsschichten zu erreichen. „Kreativität ist eine Schlüsselkompetenz, die es unabhängig vom Einkommen zu fördern gilt. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, sich einmal an einem Instrument zu versuchen", sagt er. Gemeinsames Musizieren fördere zudem das Sozialverhalten. Darin ist er sich mit Hassel und Manz einig. Die musikalische Früherziehung bei der Musikschule kostet übrigens 21 Euro im Monat.
Das Sponsoring hat sich in anderen Bereichen schon bewährt: So gibt es eine soziale Mitgliedschaft in Sportvereinen. 2500 Euro befinden sich hier im Fördertopf, für die Kunstwerkstatt gibt es eine ähnliche Lösung. Hassel betonte auch, dass der Zuschuss für die Musikschule in diesem und im nächsten Jahr steht. Finanziert wird er aus dem Kulturetat. Damit ist auch die Landesförderung gesichert.Informationen gibt es bei der Musikschule, Telefon 0671/419 80 oder per E-Mail: info@musikschule-mittlere-nahe.de.