Archivierter Artikel vom 06.07.2022, 13:54 Uhr
Bingen

Massive Verkehrsbehinderungen: Unfall auf der A 61 bei Bingen

Zu massiven Verkehrsbehinderungen und zu einem langen Stau führte ein Verkehrsunfall am Mittwochnorgen gegen 6.35 Uhr auf der A 61 in Fahrtrichtung Ludwigshafen in Höhe Bingen.

Symbolbild
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Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Dort befuhr nach bisherigen Erkenntnissen ein Baustellen-Transporter mit mehreren Insassen vermutlich unberechtigt den Seitenstreifen der A 61 in Höhe des Anschlusses Bingen-Mitte. Als dort ein 67-jähriger Fahrer eines Pkw auffahren wollte, kam es aus bislang nicht bekannter Ursache zur Kollision zwischen beiden Fahrzeugen.

Hierdurch geriet der Transporter auf die reguläre rechte Fahrspur und rammte dort den Lkw eines 50-jährigen Fahrers, der dort gerade fuhr. Dieser wiederum wollte, um den Unfall zu vermeiden, nach links ausweichen und stieß dabei mit dem Pkw eines 31-jährigen Mannes zusammen. Hierdurch wurde dessen Pkw zwischen dem Lkw und der Mittelschutzplanke eingeklemmt.

Der Fahrer des Transporters entfernte sich zunächst von der Unfallstelle. Der Transporter konnte jedoch an der nächsten Ausfahrt festgestellt werden. Einige der Insassen, die zu Fuß zur Unfallstelle gelaufen kamen, machten widersprüchliche Angaben zu der Person, die den Transporter gefahren haben soll. Letztendlich konnte die Polizei einen 31-jährigen Mann ermitteln, der als Fahrer des Transporters in Betracht kommt.

Dieser mutmaßliche Unfallverursacher wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Durch den Unfall entstand am Transporter ein Totalschaden in Höhe von etwa 8000 Euro. Am Pkw des 67-Jährigen schätzt die Polizei den Schaden auf circa 1000 Euro. Der Sachschaden am Lkw wird auf ungefähr 15.000 Euro geschätzt. Am Pkw des 31-jährigen vierten Unfallbeteiligten wird die Schadenshohe auf circa 6000 Euro geschätzt. Den Schaden an der Mittelschutzplanke beziffert die Polizei auf etwa 1000 Euro.

Der Unfall verursachende Transporter und der zuletzt eingeklemmte Pkw mussten abgeschleppt werden, da sie nicht mehr fahrbereit waren. Zunächst wurde der Verkehr über die Standspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet, dann über die linke Spur. Dennoch bildete sich ein Rückstau über etwa 15 Kilometer, an dessen Ende sich in Höhe der Anschlussstelle Stromberg am Stauende ein weiterer Auffahrunfall ereignete, bei dem es allerdings bei Sachschäden blieb. Verletzt wurde niemand. Die Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim ermittelt nun den Unfallhergang und bittet mögliche Zeugen um sachdienliche Hinweise unter 06701/9190.