Kreis Bad Kreuznach

Masken und Hygiene für demokratisches Grundrecht: Keine Probleme in Stadt und Kreis Kreuznach

Corona und der Urnengang: Am Sonntag war alle Theorie grau und Praxis angesagt. In den Wahllokalen landauf, landab lief alles nach Plan und sorgte die hohe Briefwahlbeteiligung für eher entspannte Stimmung unter den Helfern.

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14. März, 18.03 Uhr, In der Rüdesheimer Rosengartenhalle. Die Urne mit den Präsenzstimmen (467; Briefwahl: 935) wird auf eine große Tischformation geleert. So wird es auch bei der Bundestagswahl am 26. September sein. In Rüdesheim wird keine kleinere Gemeinde mitausgezählt. Fotos: Stefan Munzlinger (Archiv)

Stefan Munzlinger

Im Langenlonsheimer Stimmbezirk I wurde schon kurz nach 18 Uhr mit dem Auszählen begonnen. Mit Maske und auf Abstand, so wie vorgeschrieben.

NN

Planigs Ortsvorsteher Dirk Gaul-Roßkopf war „Mister Saubermann“.

bn

Hackenheim: Loslassen, und die individuelle Entscheidung ist gefallen.

bn

In Weinsheims Palmsteinhalle leiteten Ortsbürgermeister Heiko Schmitt (rechts) und Beigeordneter Norman Mietzker das Wahlteam.

mz

Winzenheim: Da blieb Stadtmitarbeiter Hansjörg Rehbein hart – Hunde haben kein Wahlrecht.

bj

Bretzenheim: Beobachtet von Orts-bürgermeister Olaf Budde, leert Markus Gleichmann kurz nach 18 Uhr die Landtagswahlurne aus.

spg

Dorothee Schepers-Schneiders, Kirschrother Neubürgerin, befragt seit zehn Jahren im Auftrag der ARD und von Infratest-Dimap die Wähler vor ihrer Entscheidung. Auch in Weinsheim (Foto) und Planig machten sie gern mit. In mehreren Zeitblöcken meldete die in Weinsheim eingesetzte Befragerin die Ergebnisse per Handy zu Infratest München für die erste Prognose am Abend.

MZ

Die neue Hochstättener Ortsbürgermeisterin Stephanie Leonhard bei der Stimmabgabe. Die 51-Jährige war einzige Kandidatin und folgt Hermann Spieß.

bj

Das Wallhäuser Wahllokal, die Gräfenbachtalhalle, am Abend des 14. März, kurz nach 18 Uhr: Urne ausleeren und auf Corona-Abstand und mit Masken zählen. Am Abend der Bundestagswahl am 26. September werden, so der neue Passus der Bundeswahlordnung, auch die Dalberger (rund 220 Einwohner) bei ihren Nachbarn (rund 1570 Einwohner) die Stimme abgeben, wenn sie persönlich und nicht per Briefwahl abstimmen. Dass weniger als 50 Stimmzettel in einer Urne landen, ist keine Seltenheit. Bei der Landtagswahl waren es beispielsweise in Tiefenthal 27, in Gebroth 43, in Spall 42 und in Schweinschied 30, wie Gerd Petermann von der Kreiskommunalaufsicht auf Anfrage des „Oeffentlichen“ informiert. Damals wählten 66 Prozent im Land per Brief, der im Wahllokal mit ausgezählt wurde. Anders am 26. September: Dann werden die Briefwahlstimmen zentral in der jeweiligen VG-Verwaltung ausgezählt.

Christine Jäckel (Archiv)

Bad Münster-Ebernburg: Die Wahl ist gelaufen, die Urnen wurden kurz nach 18 Uhr geleert. Auch im Stadtteil nutzten viele ihr Recht auf Briefwahl.

bj

Roxheim: Ratsmann und Wahlhelfer Anthony Klotzsche zeigt die Verpflegung für die insgesamt 20 Helfer in der Birkenberghalle. 1060 Briefwähler wurden registriert (bei 2135 Wahlberechtigten).

MZ

Nun ist eine Landtagswahl zwar nicht unwichtig, doch was den Aufwand vor allem des Auszählens an-

geht, nicht mit einer Kommunalwahl und ihren großen Wahlzetteln, etwa für den Kreistag (50 Sitze) und die VG-Räte (überall jenseits der 30 Sitze) zu vergleichen. „Ein Glück, es ist nur Landtagswahl“, hatte ein Helfer vor Tagen zuversichtlich auf den Wahltag in Pandemiezeiten am 14. März geblickt.

Einen Erfahrungsvorsprung hatten die Bürger der VG Langenlonsheim-Stromberg und des Kirner Landes, die ihre Bürgermeister zu Beginn der Corona-Phase am 22. März 2020 bestimmt hatten – damals schon mit Masken und Trassenbändern in den Hallen. Das kam ihnen jetzt zugute, nicht minder die hohe Briefwahl-Beteiligung. Tagsüber war alles okay, dafür galt am Abend beim Auszählen besondere Vorsicht. mz

Archivierter Artikel vom 14.03.2021, 21:24 Uhr