Archivierter Artikel vom 13.05.2022, 11:08 Uhr
Mainz

Kurioser Polizeieinsatz in Mainz: Beziehungsstreit offenbart Drogenhandel

Offenbar nicht vorbereitet auf das Eintreffen einer Funkstreife der Polizei war ein 26-jähriger Mainzer, der sich zuvor lautstark mit seiner Freundin gestritten hatte.

Ursprünglich basierte der Polizeieinsatz auf einem Beziehungsstreit. Doch vor Ort machten die Beamten ganz andere Entdeckungen.
Ursprünglich basierte der Polizeieinsatz auf einem Beziehungsstreit. Doch vor Ort machten die Beamten ganz andere Entdeckungen.
Foto: Polizei Mainz

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 0.37 Uhr meldeten mehrere Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Mainzer Frauenlobstraße, dass aus einer Wohnung unüberhörbares Geschrei und Lärm zu hören sei. Eine Streife der Polizeiinspektion Mainz 2 begab sich an den Ort des Geschehens und konnte in der Wohnung den 26-Jährigen gemeinsam mit seiner 21-jährigen Partnerin antreffen.

Diese gaben an, zuvor in einen Beziehungsstreit geraten zu sein. Wie den aufmerksamen Beamten jedoch nicht entging, war in der Wohnung ein deutlicher Geruch von Cannabis zu vernehmen. Zudem konnten offenliegende Drogen auf dem Wohnzimmertisch der Wohnung festgestellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Scheinbar im Bewusstsein seiner nunmehr misslichen Lage, warf der Beschuldigte in Anwesenheit der Polizeibeamten, eine mit Betäubungsmitteln gefüllte Tasche durch ein geöffnetes Fenster in den Hinterhof.

Im Rahmen einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnten bei dem 26-Jährigen über 2 Kilo Haschisch, rund 800 Gramm Marihuana, über 20 Gramm Kokain, Waffen und Bargeld aufgefunden und sichergestellt werden. Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und anschließend dem Haftrichter vorgeführt. Ein erlassener Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der 26-Jährige muss sich nun wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen unter Mitführung von Waffen strafrechtlich verantworten müssen. red