Archivierter Artikel vom 10.01.2014, 09:56 Uhr

Kommentar: Mehr Energie in Offenheit investieren

Hier hat wohl ein großer Konzern kräftig unterschätzt, wie wichtig einer Region ein kleiner Stausee ist.

Rainer Gräff
Rainer Gräff
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Rainer Gräff kommentiert

Man muss dem Energieversorger nicht gleich eine Kurzschlussreaktion unterstellen, aber was sich die höhere RWE-Ebene hier geleistet hat, passt so gar nicht ins sonst PR-mäßig gepflegte Bild des mustergültigen Partners der Kommunen und der Bürger. Rund um den Verkauf von See und Wasserkraftanlage an der Nahe bei Niederhausen klaffen so viele offene Fragen und schwelen so viele Ängste, dass die Auskunftsersuchen der Gemeinde, des Kreises, der Vereine und der Parteien unbedingt rasch und klar beantwortet werden müssen. Wer jetzt auf eine lange Leitung setzt, der verliert – zumindest an Image und Glaubwürdigkeit. Und: Wenn durch offensive Informationsstrategien – wenn auch verspätet – die Spannung aus der „Affäre“ herausgenommen wird, wird auch denen die Energie gedrosselt, denen der Fall vor allem Wasser auf die politischen Mühlen spülen soll.

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