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Kreis Bad Kreuznach

Immer wieder werden Rehkitze getötet: Warum das Drama von Sprendlingen kein Einzelfall ist

Von Stefan Munzlinger
Dramen spielen sich Jahr für Jahr bei der ersten Mahd in den Feldern ab: Versteckte Rehkitze bleiben bei drohender Gefahr bewegungslos liegen und vertrauen auf ihre Tarnung.  Fotos: Stefan Munzlinger/Kaufmann, DJV/Philipp Köhler
Dramen spielen sich Jahr für Jahr bei der ersten Mahd in den Feldern ab: Versteckte Rehkitze bleiben bei drohender Gefahr bewegungslos liegen und vertrauen auf ihre Tarnung. Fotos: Stefan Munzlinger/Kaufmann, DJV/Philipp Köhler Foto: Kaufmann/DJV

Nicht nur Landwirte trifft es ins Herz: Während einer Mahd in Sprendlingen hatten zwei Rehkitze keine Chance gegen die scharfen Klingen der Mähmaschinen. Eines starb sofort, das andere wurde so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Im Gespräch mit dem „Oeffentlichen“ sagt Bauern- und Winzerverbandsvorsitzender Johannes Thilmann (Spabrücken) für seine 1200 Mitglieder: „Keinen Landwirt lässt das kalt.“ Und Philipp Köhler, Drohnen-Profi von Nahecopter.de: „Natürlich kann man die Jungtiere mit fliegenden Wächtern orten.“

Lesezeit: 3 Minuten
Nun hat die Organisation Peta, Deutschlands größte Tierschutzrechtsorganisation, bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen in Sprendlingen erstattet. Ihr Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutz-, das Naturschutz- und das Strafgesetz: „Es ist bekannt, dass Tierkinder, die nicht schnell genug fliehen können, von den scharfen Klingen der Mähmaschine aufgeschlitzt, ...
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Landesjagdverband appelliert: Effektive Wildrettung fängt bereits vor der Mahd an

„Kinderstube Natur: Die Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit ist im vollen Gange. Ob im Wald oder auf Wiesen und Feldern gleicht sie einer großen Kinderstube“, schreibt der Landesjagdverband. Er appelliert an Erholungssuchende, auf junge Wildtiere Rücksicht zu nehmen.

Im Frühling geboren, brauche der Wildtier-Nachwuchs, Kitze oder Küken von Bodenbrütern oder Jungtiere, Schutz und Ruhe. Elterntiere reagierten während der Aufzucht empfindlich auf Störungen, könnten den Nachwuchs gar verlassen oder die Fütterung einstellen. Rehkitze verbrächten viele Stunden alleine liegend im hohen Gras. Das Muttertier sei aber stets in der Nähe. Die erste Wiesenmahd laufe bereits. Während dieser sensiblen Zeit sollten Landwirte und Jäger Hand in Hand arbeiten, um Mähverluste unter Jungtieren zu vermeiden: „Effektive Wildrettung fängt bereits vor der Mahd an.“ Weitere Infos: www.ljv-rlp.de mz
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