Archivierter Artikel vom 04.05.2011, 12:03 Uhr

Frost trifft die Reben hart

Bad Kreuznach – Die verfrühten Eisheiligen haben wie befürchtet in den Weinbergen große Schäden angerichtet. Hektarweise wurden junge frischgrüne Triebe geschädigt. In Rheinhessen und der Pfalz, wo es deutlich mehr Weinberge auf Gelände gibt, das früher kein Weinberg war, scheint der Schaden noch viel höher zu sein. Viele Nahewinzer haben von den Frostschäden noch nichts gemerkt.

DLR-Weinbauberater Dr. Edgar Müller zeigt junge Triebe in einem Nadeler Dornfelderwingert, die vom Frost dahingerafft wurden. Etliche Gescheine und Triebe werden die Frostnacht aber überlebt haben. Vielfach sind Jungfelder schlimmer dran. Sie schaffen auch einen zweiten Austrieb nicht, gehe ein.
DLR-Weinbauberater Dr. Edgar Müller zeigt junge Triebe in einem Nadeler Dornfelderwingert, die vom Frost dahingerafft wurden. Etliche Gescheine und Triebe werden die Frostnacht aber überlebt haben. Vielfach sind Jungfelder schlimmer dran. Sie schaffen auch einen zweiten Austrieb nicht, gehe ein.
Foto: Armin Seibert

Bad Kreuznach -  Die verfrühten Eisheiligen haben wie befürchtet in den Weinbergen große Schäden angerichtet. Hektarweise wurden junge frischgrüne Triebe geschädigt. In Rheinhessen und der Pfalz, wo es deutlich mehr Weinberge auf Gelände gibt, das früher kein Weinberg war, scheint der Schaden noch viel höher zu sein. Viele Nahewinzer haben von den Frostschäden noch nichts gemerkt.

Die Prognosen trafen wie die Faust aufs Auge: Genau dort, wo Weinbauberater Dr. Edgar Müller vorgestern Schäden durch Spätfröste erwartet hatte, schlugen die verfrühten Eisheiligen an der Nahe zu. Betroffen waren vor allem Mulden und die Ausläufer von Hängen, wo der Frost sprichwörtlich nicht abfließen konnte. Ein Zentrum der Schäden war in Mandel. Winzer Ulrich Baumberger war geschockt, als er bei seiner Weinbergsrundfahrt die Bescherung sah: „Sowas hatten wir noch nicht. Jetzt fehlt nur noch Hagel, dann ist alles kaputt.“ Im vergangenen Jahr hatte es an der Nahe durch Frostschäden und Botrytis in der Reifephase schon deutlich weniger Wein gegeben als üblich. Auf die Höhe der Schäden wollte sich Müller noch nicht festlegen. Aber etliche Hektar sind es (mehr