Archivierter Artikel vom 08.08.2022, 08:07 Uhr
Mainz

Biotech-Standort Mainz hat großes Potenzial – OB Ebling: Leben und Arbeiten in der Stadt noch besser machen

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz und das Beratungsunternehmen Deloitte haben eine aktuelle Studie zur weiteren Entwicklung des Biotechnologie-Standorts Mainz vorgestellt. Die Studie zeigt auf, wie die Potenziale der dynamischen Entwicklungen im Bereich der Biotechnologie erschlossen werden können.

Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
Michael Ebling, Oberbürgermeister der Stadt Mainz
Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Dies bekräftige die Ambitionen der Landeshauptstadt Mainz, die in den kommenden zehn Jahren zu einem international erfolgreichen Biotechnologie-Standort entwickelt werden soll. Gezielte Investitionen seien durch Steuereinnahmen möglich und sollen gewinnbringend eingesetzt werden, um den bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg fortzusetzen, heißt es.

Die Studie entwirft eine Zukunftsvision für den Biotechnologie- und Life-Science-Standort Mainz und zeigt die Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung von Flächen sowie den Aufbau eines Biotechnologie-Campus in Mainz auf. Die Umsetzung der ambitionierten Ziele soll in engem Schulterschluss mit dem Land Rheinland-Pfalz sowie gemeinsam mit Forschung und Wirtschaft der Region erfolgen.

Gemeinsam mit Deloitte, der Zentralen Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz (ZBM), dem Land und den Biotech-Akteuren am Standort hat die Stadt sich strategische Gedanken gemacht und geht ambitioniert und mit klarem Fokus an die anstehenden Aufgaben der Clusterentwicklung, der Etablierung einer Working Group und der Stärkung des Technologiezentrums (TZM).

„Wir unterstützen seit Jahren die erfolgreiche Gründung und Entwicklung von Unternehmen verschiedener Branchen, insbesondere aber der Biotechnologie, am Standort Mainz. Dank einer leistungsstarken und einzigartigen Wissenschaftslandschaft und der Arbeit herausragender Persönlichkeiten wurden weltweit erfolgreiche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft und Forschungseinrichtungen gegründet. Die Erfolge von Biontech, Tron und Ganymed zeigen eindrucksvoll, welche Innovationen am Biotechnologie-Standort Mainz bereits entstehen.

Es ist das klare Ziel der Stadt, dabei zu unterstützen, das Leben und Arbeiten in Mainz noch besser zu machen. Deshalb werden wir auf Basis der nun vorliegenden Studie gezielte Investitionen in die weitere Entwicklung des Biotech-Standorts Mainz auf den Weg bringen“, so OB Michael Ebling.

Globale Strahlkraft attestiert

„Das Mainzer Momentum gilt es zu nutzen: Die lokale Attraktivität des Biotechnologie-Standortes ist spürbar, die Strahlkraft ist dank der Erfolge der Biotech-Unternehmen global erlebbar“, erklärt Susanne Uhlmann, Partnerin bei Deloitte. Die zentralen Ergebnisse der Studie zeigen die Erfolgsfaktoren für den weiteren Ausbau des Biotechnologie-Standorts Mainz: die Entwicklung eines Biotechnologie-Campus mit globaler Bedeutung sowie ein klares und langfristig gedachtes Flächenentwicklungs- und Vergabekonzept. Hinzu kommt die Förderung von Start-ups mit dem Ziel der Entwicklung von Leuchtturmprojekten, um internationale Talente sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) nach Mainz zu holen.

Prof. Dr. Georg Krausch, Koordinator des Landes Rheinland-Pfalz für Biotechnologie, sagt: „Ich begrüße die Bedarfsstudie der Stadt und unterstütze weiterhin aktiv die Verzahnung mit der Biotechnologie-Studie des Landes Rheinland-Pfalz. Mit der jüngst ins Leben gerufenen Biotech-Akademie stärkt das Land die akademische Ausbildung und die berufliche Weiterbildung im Bereich der Biotechnologie in ganz Rheinland-Pfalz. Wir wollen mit dem Standort in Mainz und den einhergehenden Innovationen beispielsweise im Bereich der Krebs- und Alternsforschung maßgeblich dazu beitragen, die Biotechnologie zur Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu machen.“

Das Ziel ist, ein international anerkanntes und stetig wachsendes Biotechnologie-Cluster zu etablieren, das eine starke Start-up-Szene sowie einen erfolgreichen Technologietransfer aufweist. Dafür ist es wichtig, die existierenden Netzwerke und Institutionen bestmöglich zu unterstützen und die Vernetzungsmöglichkeiten in Mainz aktiv zu fördern.

Dazu gehört auch, dass der Zugang zu Finanzierungsnetzwerken und öffentlichen Fördermitteln erleichtert wird. Laut Studie ist ein wichtiger Baustein zur Realisierung der gemeinsamen Vision die Entwicklung eines Biotech-Campus Mainz. Dieser wird in direkter Nachbarschaft zu Universität und Hochschule entstehen und bietet 18 Hektar Entwicklungsfläche spezifisch für Start-ups und Unternehmen der Biotechnologie.

Darüber hinaus stehen im direkten Anschluss perspektivisch bis zu 50 Hektar für späteres Wachstum und Ansiedlungen zur Verfügung. OB Ebling bekräftigt die Investitionsbereitschaft der Landeshauptstadt. Die vorliegende Studie zeigt den mittel- bis langfristigen Flächenbedarf sowie mögliche Nutzungsarten (zum Beispiel flexibel skalierbare Flächenkonzepte mit Büro-, Labor- und Communityflächen sowie Konferenzräumen) auf. red