Archivierter Artikel vom 10.02.2017, 16:02 Uhr
Mainz/Lauterecken

Beschwerde zurückgewiesen: Sprengstoffsammler aus Lauterecken bleibt in U-Haft

Mit dem Fall des 18-Jährigen aus Lauterecken (Kreis Kusel), der in seinem Wohnhaus mehr als 111 Kilogramm explosiver Stoffe gehortet hatte, beschäftigte sich auch der Rechtsausschuss des Landtags.

Dieses gepanzerte Fahrzeug der Polizei würde im Falle einer Explosion die Druckwelle in Lauterecken abfangen. Eine Raupe steht bereit, um das schwergewichtige Gefährt wieder aufzurichten. Foto: Stefan Munzllinger

Mehr als 100 Kilogramm pyrotechnisches Material war in diesem Haus in Lauterecken gefunden worden. Foto: Stefan Munzlinger

Der Fundort, ein Haus an der Ringmauer, wurde von den Behörden versiegelt. Foto: Stefan Munzlinger

Auch dieser dunkle Geländewagen mit Anhänger soll das Explosivmaterial abtransportieren.

Stefan Munzlinger

Sicherheitsvorkehrungen wurden getroffen. Foto: Stefan Munzlinger

Medien berichten über die Geschehnisse in Lauterecken. Im Hintergrund ist die Sperrzone zu sehen. Foto: Stefan Munzlinger

Polizisten begutachten einen der grauen Spezialbehälter, in denen das Explosivmaterial abtransportiert wird. Im Vordergrund ist das Panzerfahrzeug der Polizei zu sehen. Foto: Stefan Munzlinger

Einer der Spezialbehälter. Foto: dpa

Jetzt geht es los: Der Abtransport des Explosivmaterials hat um 10.15 Uhr begonnen. Zwei Geländewagen mitsamt Anhängern haben sich in Begleitung von Streifenwagen auf den Weg in Richtung Sien gemacht. Foto: Stefan Munzlinger

Abtransport. Foto: dpa

Der gut bewachte Konvoi in Bewegung. Foto: Stefan Munzlinger

Die Polizei sorgt in Lauterecken für Sicherheit. Foto: dpa

Der junge Mann geriet in den Verdacht, mit einem 24-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Wie Justizminister Herbert Mertin (FDP) informierte, sind beide Männer weiter in Untersuchungshaft.

Eine Haftbeschwerde des 18-Jährigen habe das Landgericht Zweibrücken als unbegründet zurückgewiesen. Wie nach der Ausschusssitzung zu hören war, wurde bei dem Mann aus Lauterecken – anders als bei dem 24-Jährigen – der Haftbefehl noch nicht abgeändert. Die Zweibrücker Staatsanwaltschaft ermittele weiter, ob er Anschlagspläne verfolgte.

Der 18-Jährige hatte im Internet rechtsradikale Videoclips verbreitet. Nach Informationen des „Spiegel“ soll er in einer Vernehmung von Kontakten zur rechtsextremen Terrorgruppe „Oldschool Society“ gesprochen haben. Zudem sei ein Sprengsatz mit Hakenkreuz und SS-Runen gefunden worden. us