Mainz

Auf dem Mainzer Ernst-Ludwig-Platz: Gedenkstelle mit Hakenkreuz beschädigt

Die Gedenkstelle auf dem Ernst-Ludwig-Platz, mit der allen Opfern des Nationalsozialismus mit LSBTIQ-Hintergrund gedacht wird, ist am Donnerstag mit zwei Hakenkreuzen beschriftet worden. Ein 51-jähriger Mainzer hat zunächst mit einem Permanent-Marker ein schwarzes Hakenkreuz aufgebacht und die Passage „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidente, Intergeschlechtliche und Queere“ damit durchgestrichen.

Blaulicht
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht am Straßenrand.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Mit gelber Sprühfarbe brachte er ein weiteres, jedoch unvollständiges Hakenkreuz auf. Durch Zeugen konnte er bei der Tat beobachtet und kurz darauf durch zivile Polizeikräfte festgenommen werden. Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung ein. Bereits im August 2021 ist die Stelle mit roter Farbe besprüht worden. Die Ermittlungen zum damaligen Täter laufen noch.

Die Gedenkstelle in Mainz ist die erste in Deutschland, mit der allen Opfern mit LSBTIQ-Hintergrund gleichzeitig gedacht wird. Sie hebt die Erinnerung an ihr Leiden und Sterben hervor und wurde gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und von der Landeshauptstadt Mainz gestiftet.