Archivierter Artikel vom 01.02.2022, 07:32 Uhr
Birkenfeld/Trier

Unangemeldeter Aufzug: 35 Corona-Maßnahmen-Kritiker in Birkenfeld unterwegs

In zahlreichen Städten und Gemeinden der Region Trier sind laut Polizei am Montagabend erneut Menschen zu unangemeldeten Kundgebungen zusammengekommen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Schwerpunkt des Geschehens im Nationalparkkreis war die Stadt Birkenfeld.

Dort waren nach Auskunft des Polizeipräsidiums Trier gegen 18.30 Uhr circa 35 Personen aus dem Spektrum der Maßnahmen-Kritiker zusammengekommen, um einen nicht angemeldeten Aufzug durch die Birkenfelder durchzuführen. Hierbei erfolgte der Ausschluss von insgesamt 14 Versammlungsteilnehmern. Sie hätten sich auch nach mehrfacher Ansprache durch die Polizei geweigert, die vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Gegen diese Personen werden nun entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Aus Idar-Oberstein hat die Polizei in ihrer Pressemitteilung keine unangemeldete Kundgebung dieser Art gemeldet.

Insgesamt seien im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Trier gegen 40 Personen Platzverweise nach Ausschluss aus den Versammlungen ausgesprochen worden, heißt es seitens der Polizei. Zudem wurden insgesamt 14 Verfahren wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht sowie zwei Verfahren wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetzt eingeleitet. 110 Personen wurden seitens der Polizei und der Kommunen auf die Einhaltung der Auflagen angesprochen. „Die Einhaltung der Corona-Bekämpfungsverordnung sowie weiterer Auflagen ist von den Versammlungsteilnehmern zwingend einzuhalten – zum Schutz von Unbeteiligten aber auch zum Schutz der Versammlungsteilnehmer selbst,“ so der verantwortliche Gesamteinsatzleiter Polizeidirektor Ralf Krämer.

Weitere größere Versammlungen hatte es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier – dazu zählt auch die Polizeidirektionen Wittlich – unter anderem in Saarburg (80 Teilnehmer), Wittlich (55 Personen) und vor allem in Bernkastel-Kues sowie Bitburg mit in der Spitze bis zu 165 beziehungsweise knapp 200 Teilnehmern gegeben. An fast allen Örtlichkeiten hatten die Versammlungsbehörden, also die örtlich zuständigen Ordnungsämter, und die Polizei eng abgestimmt zusammengearbeitet.