Plus
Idar-Oberstein

Stolz Obersteins in neuem Glanz

Von Jörg Staiber
Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro (rechts) sieht im Industriedenkmal Bengel auch einen wichtigen touristischen Anziehungspunkt für die Zukunft. Zahlreiche Gäste waren am Wochenende zur Wiedereröffnung der ehemaligen Schmuck- und Kettenfabrik nach Oberstein gekommen.  Foto: Hosser
Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro (rechts) sieht im Industriedenkmal Bengel auch einen wichtigen touristischen Anziehungspunkt für die Zukunft. Zahlreiche Gäste waren am Wochenende zur Wiedereröffnung der ehemaligen Schmuck- und Kettenfabrik nach Oberstein gekommen. Foto: Hosser
Lesezeit: 2 Minuten

Rund 5000 Menschen waren in Glanzzeiten in der Oberstein Ketten- und Bijouterieproduktion beschäftigt – vom angesehenen Stahlgraveur und Mustermacher über Goldschmiede und Mechaniker bis hin zum schlecht bezahlten Heimarbeiter. Knapp 50 Schornsteine rauchten einst zwischen Bahnhof und Gefallenem Felsen, die Ketten, Gürtelschnallen, Zigarettenetuis und natürlich auch der Schmuck – vom schnöde wertvolles Geschmeide imitierenden „Dienstmädchenschmuck“ bis hin zu den stilistisch innovativen und bis heute beeindruckenden Kreationen des Art Déco – wurden fast in die gesamte Welt exportiert.

Die Blütezeiten sind lange vorbei, Anfang der 1990er-Jahre war die gesamte Industrie fast völlig verschwunden – oder hatte sich, zum Teil mit ähnlichem wirtschaftlichen Erfolg, neue Produkte und Geschäftsfelder und meist auch neue Standorte gesucht. Vor gut 15 Jahren begann, begünstigt durch einige Zufälle, eine Aufarbeitung dieses wesentlichen Teils der Stadtgeschichte ...