Archivierter Artikel vom 21.04.2017, 15:09 Uhr
Plus
Kempfeld

Spaß auf der Rangertour durch den Nationalpark auch ohne Gehör

Adriane Große scheint der Blick vom Turm der Wildenburg auf die weite Hunsrücklandschaft gefallen zu haben – die Hügel, die Bäume, die Wiesen, die rechteckig gefleckten Äcker und mittendrin kleine Ortschaften. Die junge Frau aus Aachen sieht zufrieden aus, aber das, was sie Nationalpark-Rangerin Alexandra Bloch von ihren Eindrücken erzählt, bleibt dem Nichteingeweihten ein Rätsel. Weil Adriane Große mit den Händen spricht, nicht mit der Stimme. Die Finger und Handballen sind in ständiger Bewegung, wenn sie lautlos erzählt. Sie ist hörgeschädigt, schildert ihre Eindrücke voller Energie, aber ohne gesprochene Worte. Die Rangerin begnügt sich bei ihrer Übersetzung mit einem Worten und zwei Silben: „Prima“ habe es Adriane Große gefallen. Das muss genügen.

Von Karl-Heinz Dahmer Lesezeit: 3 Minuten