Archivierter Artikel vom 22.04.2015, 13:36 Uhr
Idar-Oberstein

Schreck durch Schlange im Supermarkt: Ungiftige Schlingnatter war aber keine Gefahr

Schreck in der Abendstunde für die Mitarbeiter eines Discounters in der Vollmersbachstraße am Dienstag: Plötzlich bewegt sich eine etwa 20 Zentimeter lange Schlange durch das Geschäft. Mit einem Karton kann das grau-grüne Reptil eingefangen werden. Ist es möglicherweise gefährlich? Die Angestellten wollen auf Nummer sicher gehen – und verständigen die Polizei.

Nicht sehr gefährlich, aber doch bissig: Coronella Austriaca – zu deutsch Schlingnatter. In einem Discounter in Idar-Oberstein <a href="http://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/nahe_artikel,-Schreck-durch-Schlange-im-Supermarkt-Ungiftige-Schlingnatter-war-aber-keine-Gefahr-_arid,1304069.html" target="_blank">gab es wegen eines Exemplars Aufregung</a>. Foto: Christian Fischer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>
Nicht sehr gefährlich, aber doch bissig: Coronella Austriaca – zu deutsch Schlingnatter. In einem Discounter in Idar-Oberstein gab es wegen eines Exemplars Aufregung.
Foto: Christian Fischer CC BY-SA 3.0

Ein von der Ordnungsmacht verständigter Schlangenexperte aus Frauenberg kann letztendlich Entwarnung geben. Bei dem Tier handelt es sich um eine ungiftige heimische Schlingnatter, auch Glattnatter genannt. Die Reptile können ausgewachsen fingerdick eine Länge von 70 Zentimeter erreichen. Sie sind zwar ungefährlich, aber dennoch mit Vorsicht zu behandeln: Denn sie können merklich beißen. Bei der Schlange im Supermarkt handelt es sich um ein verirrtes Jungtier.

Auch Schlangen wie diese Kornnatter – hier auf einem Bild aus dem Tierheim – werden gelegentlich frei entdeckt und von der Tierrettung eingefangen. Exotische Reptilien sind als Haustiere immer beliebter.

Tierheim Koblenz

Im Engerser Feld entdeckt: eine Bullennatter. Wenn sie sich bedroht fühlt, mimt sie eine Klapperschlange, um auf Feinde Eindruck zu machen. Foto: Christian Stoltze

Nicht sehr gefährlich, aber doch bissig: Coronella Austriaca – zu deutsch Schlingnatter. In einem Discounter in Idar-Oberstein gab es wegen eines Exemplars Aufregung. Foto: Christian Fischer CC BY-SA 3.0

Entwarnung: So sieht eine Ringelnatter aus – und die ist völlig harmlos. Dennoch geraten viele Gartenbesitzer in Panik, wenn sich auf einmal so ein Reptil aus dem Gebüsch schlängelt. Immerhin wird die heimische Schlange bis zu 1,40 Meter lang.

Tierheim Koblenz

Eine Kornnatter in einem Tierheim in ihrem Terrarium – sie ist ungiftig.

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Ungiftig – aber das konnte ja erst mal niemand wissen: Eine Königsnatter vom Parkplatz Märker Wald an der A3. Die Schlangenart ähnelt den giftigen Korallenottern. Die Farbfolge unterscheidet sie. Bei Königsnattern sind schwarze Streifen zwischen den weißen und den roten Bändern – bei Korallennattern nicht. Faustregel: „Blut an Dotter, Killer-Otter. Blut an Kohle, dir zum Wohle.“

Polizei

Weder im Motorraum des A3 noch sonst in der Region heimisch: ein Königspython, die eine Werkstatt in Koblenz entdeckte. Aus Terrarien ausgerissene oder ausgesetzte Tiere sorgen immer wieder für Aufregung.

Eine zwei Meter große Boa Constrictor wird im August 2014 in Daufenbach im Kreis Trier-Saarburg gefangen – bereits die zweite Würgeschlange in diesem Gebiet. Wie die Tiere dorthin kamen war auch für die Polizei ein Rätsel. Alle Riesenschlangen sind Würgeschlangen und ungiftig. Der Mensch gehört nicht in ihr Beuteschema. Foto: Geidies

Zwei in der Klemme: Die Ringelnatter am Schulteich der Realschule plus in Birkenfeld hatte den Mund zu voll genommen. Später ließ sie von der Kröte ab. Foto: Bernd Schreiber

Rund ein Meter lang, sonnte sich auf der Terasse in Lehmen: Die Polizei fing das Tier ein, das sich dann als Ringelnatter entpuppte.

Polizei

Entwarnung: So sieht eine Ringelnatter aus – und die ist völlig harmlos. Dennoch geraten viele Gartenbesitzer in Panik, wenn sich auf einmal so ein Reptil aus dem Gebüsch schlängelt. Immerhin wird die heimische Schlange bis zu 1,40 Meter lang.

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Charakter-Schädel: Die gelblichen Flecken am Hinterkopf sind ein Erkennungsmerkmal der Ringelnatter.

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Weder blind, noch eine Schlange – und durch die Katze in Gefahr, nicht umgekehrt: Die Blindschleiche gehört zu den Echsen – und hat ihren Namen wohl von ihrem glänzenden Körper – blendender Schleicher. Unserem Leser Horst Heinrich Goergen gelang die Aufnahme in Alf an der Mosel.

Horst Heinrich Goergen

Einzige giftige heimische Schlangenart – die Kreuzotter. Vergiftungserscheinungen treten – wenn überhaupt – ein bis zwei Stunden nach dem Biss auf: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und ein anhaltend niedriger Blutdruck. Die Kreuzotter lebt vor allem am Niederrhein, in den südlichen Mittelgebirgen und den Alpen.

Auf bis zu 1,90 Meter bringen es ausgewachsene Äskulap-Nattern. Damit sind sie fast doppelt so lang wie die wesentlich bekanntere und verbreitetere Ringelnatter.

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Eine Kornnatter liegt in einem Karton. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine ungiftige Kornnatter aus Nordamerika.

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Eine Schlingnatter beim Sonnenbad. Häufig wird sie mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Kreuzottern haben aber im Unterschied auf dem Rücken ein schwarzes Zickzackband und schlitzförmige Pupillen. Schlingnattern haben runde Pupillen. Foto: Lore Bleibtreu/Nabu

Ein Mitarbeiter des Hauses für Natur hält in Dormagen eine Ringelnatter und einen „Schlafsack“ in den Händen.

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Eine Ringelnatter schlängelt sich durch Laub. Die Ringelnatter ist ein für Feuchtgebiete typisches Tier. Die Schlange braucht diesen Lebensraum, denn sie ernährt sich von Fischen und Fröschen.

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Eine Ringelnatter züngelt mit ihrer gespaltenen Zunge.

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