Baumholder/Windeck

Poledance-Meisterschaft: Nachwuchstrio aus Baumholder bei Premiere erfolgreich

Während viele Kinder in ihrem Alter davon träumen, als Astronaut oder Astronautin einmal im Leben im Weltall schwerelos zu schweben, haben Alyssa (acht Jahre), Maria (elf) und Mia (acht) einen anderen Weg gefunden, der Schwerkraft zu entkommen: Denn alle drei betreiben seit Längerem Poledance.

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Das erfolgreiche Trio mit seiner Trainerin  Foto: Amalia Lang
Das erfolgreiche Trio mit seiner Trainerin
Foto: Amalia Lang

Die in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer populärer gewordene Sportart, bei der die Athletin an einer oder mehreren festmontierten oder frei drehenden Stangen einstudierte Choreografien vorführt, findet auch in der jüngsten Altersklasse zunehmend begeisterte Anhänger. Trainiert wird im Studio „Zero Gravity“ in Baumholder bei Trainerin Angelina Rodgers.

Auch wenn die meisten sicherlich nur wenige Fachkenntnisse über Poledance haben, dürften sie von der Inhaberin des „Zero Gravity“, der mehrfachen Weltmeisterin Amalia Lang, schon einmal gehört oder gelesen haben. Doch weil auch eine Weltmeisterin irgendwann einmal ihre ersten Schritte wagen musste, haben sich die drei Mädchen vor einem halben Jahr dazu entschieden, bei der offenen Meisterschaft „Steel on Fire“ teilzunehmen, die vom 23. bis 25. September in Windeck (Nordrhein-Westfalen) ausgetragen wurde.

Alle drei kennen sich vom „Kids Pole“, bei dem sie zweimal pro Woche trainieren, zusammen mit vielen anderen aus ihrer Altersklasse. In der Vorbereitung auf das Turnier in Windeck kamen noch ein bis zwei zusätzliche Trainingseinheiten pro Woche hinzu, bei der die Choreografie einstudiert wurde. Dies verlangte den Mädels viel Fleiß und Disziplin ab, zumal die körperliche Beanspruchung ungefähr vergleichbar ist mit Boden- und Geräteturnen. Das sollte jedoch keinen Interessierten davon abhalten, Poledance auszuprobieren.

So betreiben Alyssa, Maria und Mia Poledance auch erst seit einem Jahr, konnten jedoch unterschiedliche Vorerfahrungen sammeln, etwa in Cheerleading, Bodenturnen, Gardetanz oder Ballett. Eine Sache einte jedoch alle drei: Nie zuvor standen sie auf einer Wettkampfbühne und haben – wie bei der „Steel on Fire“-Meisterschaft – vor mehr als 300 Zuschauern ihre Choreografie aufgeführt, die zudem noch von einer professionellen Jury bewertet wird.

Nervosität oder Aufgeregtheit war jedoch samstags, dem Wettkampftag, an dem auch die Teilnehmer der Kategorie „Kids/ Teens“ antraten, bei keiner der Drei zu spüren. Nachdem sie bereits um 8 Uhr den Check-in absolviert hatten, bereiteten sich Alyssa, Maria und Mia zusammen mit ihrer Trainerin Angelina Rodgers, die ihre Schützlinge den ganzen Tag begleitete, auf ihren Auftritt vor. Alyssa hatte an diesem Tag direkt den zweiten Auftritt, Maria hatte die Startnummer 15, Mia die 18 (von 56 gemeldeten Teilnehmern an diesem Tag). Am Ende stand fest, dass sich die monatelange Vorbereitung gelohnt hatte: Alle drei konnten ihre einstudierte Choreografie nahezu perfekt umsetzen. Einzig bei Mia führte eine technische Panne dazu, dass ein nicht auf das Ende der Choreografie abgestimmtes Lied abgespielt wurde, was bedauerlicherweise zu Punktabzügen führte.

Die Platzierungen sprechen jedoch eine eindeutige Sprache: Mit Platz fünf für Mia, Platz drei für Alyssa und Platz zwei für Maria dürften die drei im Nachhinein ihre Entscheidung zur Teilnahme noch einmal bestätigt sehen. Schon jetzt steht für die drei Athletinnen das Ziel für nächstes Jahr fest: möglichst alle drei Podiumsplätze mit Teilnehmerinnen aus dem „Zero Gravity“ zu belegen. red

Archivierter Artikel vom 01.10.2022, 11:21 Uhr