Archivierter Artikel vom 28.09.2011, 12:38 Uhr
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Leitzweiler

Patient hätte wegen aufgeplatzter OP-Wunde 100 Kilometer fahren sollen

Peter Krimm aus Leitzweiler ist verunsichert. „Konnte oder wollte man mir im Birkenfelder Krankenhaus nicht helfen?“, fragt sich der Patient nach einem Vorfall, der ihm aus seiner Sicht zwar keine ausreichende Hilfe brachte dafür aber viel Fahrerei zugemutet hat. Zehn Tage nach einer Operation in Homburg wurden ihm von seinem Hausarzt die Klammern entfernt. Nach einer Hustenattacke riss die Naht auf circa eineinhalb Zentimetern wieder auf und Wundflüssigkeit trat aus. Der Notarzt im Birkenfelder Krankenhaus der Elisabeth-Stiftung habe ein Pflaster draufgeklebt und ihm geraten, er solle nach Homburg fahren. Doch schon nach einigen Minuten auf dem Weg zum Parkplatz sei das Pflaster wieder durchgeweicht gewesen, so dass er in seiner Not einen Allgemeinmediziner aufsuchte, der die Wunde zunähte, obwohl er dafür von der Krankenkasse kein Honorar erhält, schildert der Patient das Erlebte gegenüber der Nahe-Zeitung. „Wollte man mir nicht helfen, sondern mich gut 100 Kilometer hin und zurück fahren lassen“, fragt er nach dieser Erfahrung.

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