Archivierter Artikel vom 25.07.2021, 15:31 Uhr
Schmidthachenbach

Mit Kettenantrieb auf das Gerstenfeld

In teils engen Zeitfenstern zwischen den Regengüssen probieren die Landwirte derzeit, ihre Ernte einzufahren. Seit Montag wird die Wintergerste im Hunsrück geerntet.

Der Erntesommer 2021, so scheint es, wird als einer der regenreichsten in die Annalen der Landwirtschaft eingehen. Das hat Folgen: Sonne und Wind trocknen zwar die Ähren ausreichend, sodass geerntet werden kann – und die Erträge sind nach Angaben der Bauern auch durchschnittlich gut –, doch der Boden trocknet nicht ab. Deshalb können viele Felder mit den tonnenschweren Erntemaschinen nicht befahren werden. Landwirt Bernd Minwegen aus Schmidthachenbach hat eine Lösung für das Problem: Sein Claas Lexion 750 fährt auf Ketten, der Riesenmähdrescher hat zudem einen Kornspeicher von 11.000 Litern und eine Schnittbreite von neun Metern. Erschwerend kommt derzeit hinzu: Weil die Nächte relativ kühl sind, muss die Ernte bei Sonnenuntergang wegen der Feuchte enden. ses