Archivierter Artikel vom 15.11.2011, 13:33 Uhr
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Kreis Birkenfeld

Kreissynode: Pfarrern wird immer mehr aufgebürdet

Wie kann evangelisches Leben in Kirchenkreis Obere Nahe trotz Überalterung und Rückgang der Kirchensteuereinnahmen gelingen? Die rund 100 Delegierten der Kreissynode hatten in Bärenbach zum Teil über richtungweisende Rahmenbedingungen zu entscheiden. Vor allem über die Personalplanung. Nachdem die Landessynode Anfang des Jahres beschlossen hatte, die Kirchenkreise damit zu beauftragen, ein Votum zur kirchlichen Personalplanung an die Landessynode abzugeben und eine Arbeitsgruppe des Kirchenkreises sich des Themas angenommen hatte, wurde beraten und beschlossen: Der Kirchenkreis möchte bei dem zu erwartenden Rahmenkonzept auf die schon vor Ort erfolgreich praktizierte Mischform zugehen. Das bedeutet, dass für verschiedene Arbeitsfelder jeweils bei den Gemeinden oder dem Kirchenkreis angesiedelte Organisationsformen möglich sind. Damit soll den Gegebenheiten der einzelnen Gemeinden Rechnung getragen werden.Ein klares Bekenntnis zur Ortsgemeinde gab Superintendent Edgar Schäfer in seinem Jahresbericht. Trotz aller Strukturdiskussion und Reformüberlegungen – für den ländlich geprägten Kirchenkreis mit seinen intakten Ortsgemeinden sei die Ortsgemeinde nach wie vor die Konstante, sagte Schäfer. „Darin wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern.“ Das sei auch die Erwartung der Gläubigen. Der Pfarrberuf ist der kirchliche Schlüsselberuf, dementsprechend sollten die pastoralen Dienste nicht noch weiter beschnitten werden. Pfarrerinnen und Pfarrern werde immer mehr aufgebürdet, vor allen Dingen in den Gemeinden, die durch Pfarrstellenabbau betroffen sind. Demgegenüber komme der Arbeit der übrigen Hauptamtlichen in Jugendarbeit, Kirchenmusik, Gemeindebüros und Küsteramt besondere Bedeutung zu.

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