Archivierter Artikel vom 22.11.2020, 15:19 Uhr
Idar-Oberstein

Idar-Obersteiner Polizei warnt vor Telefonbetrügern: Anrufer wollen Ängste schüren

Aktuell häufen sich wieder in Idar-Oberstein und den umliegenden Gemeinden die Anrufe falscher Polizeibeamter, die überwiegend ältere Bürger telefonisch nach deren privaten Bargeld- und Schmuckbeständen befragen. Angeblich habe ein Raubüberfall in der Straße der Angerufenen stattgefunden. Es wäre damit auch nicht ausgeschlossen, dass weitere Überfälle auf Anwesen in der Straße geplant seien, geben die falschen Polizeibeamten als Grund des Anrufes an, betont die Polizei.

Telefonbetrüger (Symbolbild)
Telefonbetrüger (Symbolbild)
Foto: dpa

Die Anrufe sollen Ängste und Unsicherheit schüren, um die Angerufenen gegebenenfalls zur Übergabe von Bargeld und Schmuck an die falschen Polizeibeamten zu bewegen. Wurden von den Angerufenen Auskünfte über die Vermögensverhältnisse gemacht, so erfolgten in den nächsten Tagen weitere Anrufe der Täter, um die potenziellen Opfer weiter zu verunsichern und gefügig für eine Aushändigung von Bargeld oder Wertgegenständen zu machen.

Die Polizei rät, keine Angaben zu möglichen Bargeld- und Schmuckbeständen zu machen: „Leisten Sie keine Zahlungen. Übergeben Sie keine Wertgegenstände oder Bargeldbeträge an die angebliche Polizei!“ Bislang haben sich die Angerufenen besonnen verhalten und wachsam reagiert.

Die Kriminalpolizei Idar-Oberstein mahnt: „Seien Sie misstrauisch bei derartigen Anrufen. Beenden sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten beziehungsweise Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben. Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein. Im Telefondisplay angezeigte Nummern können technisch manipuliert werden und sind kein Beleg für den tatsächlichen Anruf eines Polizeibeamten. Lassen Sie sich eine Rückrufnummer geben, die Sie über ihre zuständige Polizeidienststelle überprüfen lassen können. Rufen Sie im Zweifelsfall Ihre zuständige Polizeidienststelle an. In Notfällen wählen Sie die 110, beenden Sie aber vorher das Gespräch und wählen Sie den Notruf neu an.“