Archivierter Artikel vom 25.05.2011, 12:22 Uhr
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Baumholder

Grausame Operationen in der Nazi-Zeit sollen aufgearbeitet werden

Das Städtische Krankenhaus Baumholder zählte in der NS-Zeit zu den vier Kliniken im Regierungsbezirk Trier, in denen Zwangssterilisationen durchgeführt wurden Diese dunkle Seite der jüngeren Geschichte brachte eine Forschungsarbeit an den Tag, die das Evangelische Elisabeth-Krankenhaus in Trier angestoßen hatte, um die eigene unrühmliche Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Klinik beauftragte den Mainzer Historiker Markus Würz mit der Quellensuche. Dabei stieß er darauf, dass Baumholder neben den Kliniken in Saarburg, Trier und Wittlich für den Regierungsbezirk Trier berechtigt war, Zwangssterilisationen vorzunehmen. Doch wie kam es dazu, dass ausgerechnet diese vier Kliniken ausgesucht wurden? Wie viele Menschen wurden in Baumholder zwangsweise unfruchtbar gemacht? Das sind Fragen, die noch geklärt werden müssen. Aufgrund von namentlichen Registern rekonstruierte Wünsch zwar die Zahl der Sterilisationsopfer im Regierungsbezirk Trier auf 2200. Es ist aber unbekannt, an welchem Ort die Eingriffe durchgeführt wurden.

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